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Kirchengeschichte

Das Fach Kirchengeschichte erforscht und beschreibt die Genese und Verbreitung christlicher Lehre und Lebens in den 2000 Jahren von den Anfängen des Christentums bis in die Gegenwart. Als eigenständige theologische Disziplin bildete sich das Fach im Verlauf des 17. Jahrhunderts heraus. Es differenziert sich in kirchen-, theologie- und dogmengeschichtliche Fragestellungen, berücksichtigt die jeweiligen politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und geistesgeschichtlichen Kontexte und fördert das Bewusstsein historischen Gewordenseins in Theologie und Religionswissenschaft. Als historische Disziplin partizipiert die Kirchengeschichte an den Methoden der allgemeinen Geschichtswissenschaft und Philologie und steht mit diesen Fächern an der Friedrich-Schiller-Universität in intensivem interdisziplinärem Austausch. In Jena lehrten bedeutende Kirchenhistoriker wie Karl von Hase (1830-1883), Hans Lietzmann (1905-1923), Karl Heussi (1924-1953) und die erste Theologieprofessorin in Deutschland, Hanna Jursch (1945-1962).

Heute gliedert sich der Fachbereich Kirchengeschichte in zwei Abteilungen. Die Professur für Kirchengeschichte, die Prof. Dr. Katharina Bracht inne hat, erforscht das antike und mittelalterliche Christentum. Ihr Schwerpunkt liegt in der älteren Kirchengeschichte und der patristischen Theologie.

Der Lehrstuhl für Kirchengeschichte, den Prof. Dr. Christopher Spehr inne hat, widmet sich der Reformation, Neuen Zeit und neuesten Zeit. Sein Schwerpunkt liegt im Bereich der Luther- und Reformationsgeschichtsforschung, der Aufklärungsforschung und der kirchlichen Zeitgeschichtsforschung.

Als ständige Lehrangebote werden vorgehalten:

  • Grundkurse Kirchengeschichte und Theologiegeschichte
  • Vierstündige Epochenvorlesungen: KG I bis KG V
  • Pro-, Haupt- und Oberseminare sowie Übungen
  • Forschungskolloquien