Doktorhut

Promovenden & Habilitanden

Doktorhut
Dorothy Bonchino-Demmler, M.A. Inhalt einblenden

Lehrkräfte an evangelischen Regelschulen in freier Trägerschaft im Kontext Ostdeutschland. Fallstudien zum Passungsverhältnis von religiöser und reformpädagogischer Konzeption evangelischer Schulen im Spiegel beruflichen Selbstverständnisses und berufsbiographischer Orientierung von Lehrerinnen und Lehrern

Evangelische Schulen in freier Trägerschaft verfolgen nicht nur die Absicht ein evangelisches Proprium weiterzugeben, sondern sich zugleich als kindgerechte Schulen zu qualifizieren, indem sie sich pädagogisch besonders profilieren. In vielen Fällen geschieht diese Ausrichtung unter Zugrundelegung einer bestimmten reformpädagogischen Konzeption, wie etwa dem Jenaplan oder der Montessoripädagogik. Wie in der schuli-schen Praxis religiöse und reformpädagogische Ansätze verschränkt sind, wie Lernen unter dieser Prämisse inszeniert wird, soll Gegenstand dieser fallorientierten, hermeneutisch-rekonstruktiven Studie sein. Der Fokus liegt dabei auf den Lehrkräften, die als Interaktionspartner der Schülerinnen und Schüler entscheidend zum Gelingen und Misslingen von schulischen Lernprozessen beitragen.

Stand: derzeit laufend

Sungsoo Hong Inhalt einblenden

Inklusion, Heterogenität und religionspädagogische Professionalität

Im beabsichtigten Dissertationsprojekt soll eine Grundalge der religionspädagogischen Professionalität konstatiert werden, den Heterogenitätsdimensionen der Schüler*innen und dem Inklusionsanspruch gerecht zu werden. Heterogenitätssensibilität und Inklusionsorientierung gelten als die beiden Zielaspekte für religionspädagogische Professionalität. Dafür ist es notwendig, Paradoxen, Widersprüche und Antinomien in Inklusiver Pädagogik transparent zu machen und eine reflexive Haltung von Lehrkräften zu befördern.

Zunächst soll der gesamte Diskurs um Heterogenität und Inklusion analysiert und rekonstruiert werden. Es ist zwar eine anspruchsvolle, aber auch notwenige Arbeit, in diesem hoch komplexen Diskurs die verschiedenen Argumentationslinien, darin implizierte Aussagen und im Hintergrund liegende Bezugstheorien kritisch-reflexiv zu analysieren und systematisch einsichtig zu machen.

Aus der vorzunehmenden systematischer Untersuchung zum gesamten Diskursfeld werden vier wesentliche Aspekte für Inklusion herauszuarbeiten zu sein: 1) Anerkennung, 2) Sozialkritik, 3) Empowerment und 4) Dekonstruktion. Diese vier Aspekte sollen als ein Operator für das gesamte Projekt dienen, das ich hier als das Vierecke-Modell nenne. Diese vier Aspekte, die jeweils auf die unterschiedlichen Referenztheorien zurückgeführt werden, haben bestimmte Schwerpunktsetzungen und Bruchstellen zugleich. Um den vielseitigen Dimensionen der Heterogenität gerecht zu werden, muss die Vierecke im ihren wechselseitigen Zusammenhang betrachtet werden. Zu beachten ist, dass die Vierecke miteinander in ein antinomisches Verhältnis geraten können. Als Grundlage für heterogenitätssensible und inklusionsorientierende religionspädagogische Professionalität ist es deswegen unerlässlich, über diese Vierecke in der pädagogischen Praxis situativ zu reflektieren, so lautet die Arbeitsthese.

Wenn sich Religionspädagogik als eine Korrelation zwischen Pädagogik und Theologie versteht, muss neben dem pädagogischen Diskurs auch die theologische Perspektive ernst genommen werden. Die Bedeutung der Theologie ist darin zu erkennen, dass sie auf Basis des christlichen Gottes- und Weltverständnisses eine kritisch-reflexive Deutungsperspektive zu Inklusion und Heterogenität eröffnet. Hier soll die im vorliegenden Schritt herauszuziehende Perspektive theologisch überprüft, begründet und bereichert werden.

Aufgrund der vorzunehmenden diskursiven Auseinandersetzung und theologischen Annährungen lässt sich eine wesentliche Perspektive, nämlich eine kritisch-reflexive Perspektive zu Antinomien, herausarbeiten, die eine Grundlage für heterogenitätssensible und inklusionsorientierende Professionalität bildet. Der dritte Hauptteil soll sich anhand der Theorien der (religions-)pädagogischen Professionalität mit der Frage beschäftigen, wie insbesondere in der Religionslehrer*innenbildung diese Professionalität vermittelt werden kann.

Katharina Muth Inhalt einblenden

Bewertung religiöser Urteilskompetenz. Zum Spezifikum religiöser Urteilskompetenz und dessen Auswirkung auf Bewertungskriterien im schriftlichen Abitur des Faches Evangelische Religionslehre

Kurzbeschreibung [pdf 87KB]

Gregor Reimann Inhalt einblenden

Religionsgeschichtliche Schule - Religion und Bildung

abgeschlossene Promotions- und Habilitationsprojekte Inhalt einblenden

a) Promotionen

2016
Dr. Sophia Großkopf 
Johannes Daniel Falk (1786-1826) und die Sonntagsschule im Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach 
Erstgutachter: Prof. Dr. Michael Wermke; Zweitgutachter: Prof. Dr. Dr. Ralf Koerrenz

2015
Dr. Sylvia E. Kleeberg 
Die Entwicklung der Schulaufsichtsfrage im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach und den reußischen Fürstentümern in der Zeit von 1871 bis 1918
Erstgutachter: Prof. Dr. Michael Wermke; Zweitgutachter: Prof. Dr. Thomas Kroll

2013
Dr. Ulrike Weißbach 
Die Rezeption des Ersten Weltkrieges in ausgewählten zeitgenössischen religionspädagogischen Publikationen. Untersuchung zu kriegsreligions-pädagogischen Beiträgen in der "Zeitschrift für den evangelischen Religionsunterricht" und den "Monatsblättern für Evangelischen Religionsunterricht"
Erstgutachter: Prof. Dr. Michael Wermke; Zweitgutachter: Prof. Dr. Dr. Ralf Koerrenz

2011
Dr. Thomas Heller
Studienerfolg im Theologiestudium. Exemplarische Befunde einer deutschlandweiten Panelstudie zur Identifizierung und Quantifizierung persönlicher Bedingungsfaktoren des Studienerfolgs bis zum fünften Semester bei Studierenden der Evangelischen Theologie (Pfarr-/Lehramtsstudiengänge)
Erstgutachter: Prof. Dr. Michael Wermke; Zweitgutachter: Prof. Dr. Martin Leiner

2008
Dr. Robert Mahling (geb. Lätsch)
Symboldidaktik und Zeichendidaktik zwischen Metaphysik und Moderne. Eine Debatte in der evangelischen Religionspädagogik
Erstgutachter: Prof. Dr. Michael Wermke; Zweitgutachter: Prof. Dr. Helmut Hanisch

2008
Prof. Dr. David Käbisch-Lepetit

Erfahrungsbezogener Religionsunterricht. Möglichkeiten und Grenzen eines Leitbegriffs der evangelischen Religionspädagogik
Erstgutachter: Prof. Dr. Michael Wermke; Zweitgutachter: Prof. Dr. Helmut Hanisch

b) Habilitationen

2019
PD Dr. Thomas Heller
"Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz" (Mt 6,21). Eine religionsdidaktische Auseinandersetzung mit dem Thema "Geld" unter Nutzung historischer, volkswirtschaftlicher, exegetischer, systematisch-theologischer und sozialwissenschaftlicher Einsichten und Zugänge
Erstgutachter: Prof. Dr. Michael Wermke; Zweit-/Drittgutachter: Prof. Dr. Manuel Vogel, Prof. Dr. Henrik Simojoki

2008
Prof. Dr. Martin Steinhäuser
Imagination. Studien zu Theorie und Wirksamkeit der Vorstellungskraft in Prozessen religiöser Bildung
Gutachter: Prof. Dr. Michael Wermke

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