Krisen und Experimente

Theorien der evangelischen Kirche im ,Laboratorium Weimar‘

KI-gestaltete Collage realer historischer Buchtitel im Zeitstil

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Veranstaltungseckdaten

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Beginn
Ende
Veranstaltungsarten
Tagung/Konferenz
Ort
Fürstengraben 1, Senatssaal (1. Etage)
07743 Jena
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Organisiert von
Prof. Dr. Johannes Greifenstein
Kontakt
Katharina Kopecki
Veranstaltungssprache
Deutsch
Barrierearmer Zugang
nein
Öffentlich
ja
Anmeldung erforderlich
ja

Krisen und Experimente

Krisen und Experimente der Kirche motivieren Theorien der Kirche. Das gilt nicht erst für die Gegenwart, sondern genauso für die Jahre des ,Laboratorium‘ Weimar. Die Tagung erforscht Theorien der evangelischen Kirche in der Weimarer Republik im Austausch theologischer Disziplinen sowie in interdisziplinärem, internationalem und interkonfessionellem Dialog. Dabei verbindet sich historische Forschung mit systematischem Interesse: Im Zentrum stehen Themen, Fragen und Problemen, die weithin noch immer – oder wieder – die Diskussion bestimmen. Den aktuell zahlreichen Rückblicken auf die Weimarer Republik tritt so die Rekonstruktion einer Zeit zur Seite, in der sich die evangelische Kirche nach dem Ende des ,landesherrlichen Kirchenregiments‘ extrem herausgefordert sah – in der eine evangelische Kirche für manche Zeitgenossen überhaupt erst entstanden ist. Man diagnostiziert einen „Willen zur Kirche“ oder sogar eine „Sehnsucht“ nach der Kirche, immer im Hintergrund der Gedanke an Chancen und Risiken einer neuen Zeit.

Zuerst geht es um Verfassung, Recht und Organisation. Darüber hinaus wird über Geist oder Ungeist der Moderne gestritten. Man erörtert das Verhältnis von ,Gemeinschaft und Gesellschaft‘ und die Stellung zur Demokratie. Man reflektiert Begriffe von Volk, Volkskirche und Volksmission. Auch Phänomene eines ,Säkularismus‘ und die ,Kirchenaustrittsbewegung‘ geben zu denken. Man fragt nach einer ,Schuld der Kirche gegen die Welt‘ oder einer ,Sendung der Gemeinde an die Welt‘. Man nimmt die Not und die Sorgen einer Gesellschaft nach dem Krieg wahr, in einer politisch und wirtschaftlich äußerst instabilen, kulturell und mental unruhigen und zugleich faszinierenden Zeit. Und man verbindet diese Gesamtlage immer wieder neu mit der Lage der Kirche. Dazu kommt noch die Aufgabe, das Verhältnis zum Katholizismus zu bestimmen, nicht selten im Sinn von Konflikt oder Konkurrenz.

Das detaillierte Programm mit den genauen Zeiten der Vorträge und Diskussionen wird derzeit noch abgestimmt und in Kürze veröffentlicht.

Referentinnen und Referenten:

  • Prof. Dr. Reiner Anselm (München)
  • Prof. Dr. Andreas Thier (Zürich)
  • PD Hannah Kreß (Münster)
  • Prof. Dr. Ines Michalowski (Münster)
  • Prof. Dr. Gerald Kretzschmar (Tübingen)
  • Prof. Dr. Patrick Ihben-Bahl (Jena)
  • Prof. Dr. Ulla Schmidt (Aarhus)
  • Prof. Dr. Andreas Kubik-Boltres (Osnabrück)
  • KR Andreas Jensen (Hannover)
  • Prof. Dr. Roderich Barth (Leipzig)
  • Prof. Dr. Benedikt Kranemann (Erfurt)
Hinweis

Wir bitten um Anmeldung per E-Mail bei katharina.kopecki@uni-jena.de bis zum 20.11.2026.