Friedenszeichen im Zaun vor blauem Himmel

Krieg und Frieden in der Ukraine

Interdisziplinäre Ringvorlesung im Sommersemester 2022, Mittwoch 18 - 19 Uhr, Carl-Zeiss-Straße 3, Hörsaal 4
Friedenszeichen im Zaun vor blauem Himmel
Foto: Fotoschlick / Fotolia
Beginn
Ende
Veranstaltungsart
Ort
Veranstaltungssprache
Deutsch
Barrierefreier Zugang
nein
Öffentlich
ja
Information

Der Vortrag "Zur Militärstrategie Russlands im Ukrainekrieg" von Oberst a.D. Wolfgang Richter wird am 19. Oktober 2022 um 18 Uhr im Hörsaal 4, Carl-Zeiß-Straße 3 stattfinden und per Livestream übertragen werden.

Konzept und Organisation: Prof. Dr. Sarah Jäger und Prof. Dr. Miriam Rose

Den Livestream zur Ringvorlesung finden Sie hier.

Fragen zu den Vorträgen können Sie während der Veranstaltung hier einreichen.

27. April 2022, Paradigmenwechsel in der evangelischen Friedensethik? Zwischen Pazifismus und gerechtem Krieg, Dr. Eberhard Pausch Eintrag erweitern

Paradigmenwechsel in der evangelischen Friedensethik?  Zwischen Pazifismus und gerechtem Krieg

Der Bundeskanzler ruft eine Zeitenwende aus. Und in der evangelischen Kirche wird die bisherige Friedensethik in Frage gestellt. Welches Paradigma passt zur Gegenwart? Muss die Leitidee des gerechten Friedens verabschiedet werden? Geht es zurück zur Lehre vom gerechten Krieg? Welche Rolle kann der Pazifismus noch spielen? Diese und weitere Aspekte sind Gegenstand der Diskussion – mitten in einem grausamen Krieg, den manche als „heilige Spezialoperation“ bezeichnen.

Vortrag: Dr. Eberhard Pausch

Moderation: Prof. Dr. Sarah Jäger

Eine Aufzeichnung des Vortrages finden Sie hier:

4. Mai 2022, Die Tradition des gerechten Kriegs als ethisches Modell in einer post-bipolaren Weltordnung?, apl. Prof. Dr. Michael Haspel Eintrag erweitern

Die Tradition des gerechten Kriegs als ethisches Modell in einer post-bipolaren Weltordnung?

Mit der Offensive der Streitkräfte der Russischen Föderation in der Ukraine ist vollends deutlich geworden, dass die auf den Regeln multilateraler Organisationen wie der UNO und der OSZE und einer nachwirkenden Bipolarität basierte kollektive Sicherheitsarchitektur und entsprechende Konfliktregelungsmechanismen erheblich beschädigt sind. Welche Regeln sollen für den Einsatz von Zwangsmitteln zur Selbstverteidigung bzw. zur Sicherung des Friedens und der Menschenrechte gelten, wenn der Sicherheitsrat und die OSZE blockiert sind? Entgegen vielfach verbreiteter Missverständnisse, ist die Tradition des gerechten Krieges ein ethisches Konzept zur Gewaltvermeidung und -minimierung. Einige der Kriterien wurden in den letzten Jahrzehnten auch explizit im internationalen Recht rezipiert. Könnte die Just and Limited War Theory also einen Beitrag zur Regulierung von militärischer Gewalt in der neuen Welt(un)ordnung leisten?

Vortrag: apl. Prof. Dr. Michael Haspel

Moderation: Prof. Dr. Miriam Rose

Eine Aufzeichnung des Vortrages finden Sie hier:

11. Mai 2022, Pazifistische Auseinandersetzung mit dem Ukraine-Krieg (digital), Prof. Dr. Fernando Enns Eintrag erweitern

Pazifistische Auseinandersetzung mit dem Ukraine-Krieg (digital)

Vortrag: Prof. Dr. Fernando Enns 

Moderation: Prof. Dr. Hannes Bezzel

Eine Aufzeichnung des Vortrages finden Sie hier:

18. Mai 2022, Gescheiterte Krisenprävention – warum wir Putin unterschätzten, Prof. Dr. Rafael Biermann Eintrag erweitern

Gescheiterte Krisenprävention – warum wir Putin unterschätzten

Wenn es zum Ausbruch eines Krieges wie in der Ukraine kommt, ist die Prävention gescheitert. Vor diesem Krieg hat die internationale Gemeinschaft in vielfachen Verhandlungen mit Russland versucht, den Einmarsch in der Ukraine zu verhindern. Russland hatte einen enormen, für alle sichtbaren Truppenaufmarsch vorbereitet; zugleich wiegelte Putin ab: Das sind nur Manöver. Als er die geforderten "Sicherheitsgarantien" nicht erhielt, marschierte er ein. Obwohl wir den Truppenaufmarsch sahen und die Administration Biden deutlich warnte, haben in Europa, auch in der Ukraine, die wenigsten mit einem tatsächlichen Einmarsch gerechnet. Wie lässt sich dieses Scheitern der westlichen Krisenprävention erklären? Der Vortrag wird zunächst die drei Stadien der Krisenprävention - Früherkennung, Frühwarnung und frühes Handeln - konzeptualisieren und dabei mögliche politische, bürokratische und psychologische Gründe für ein Scheitern von Prävention aufzeigen, um danach dieses Modell auf die Ukraine anzuwenden.

Vortrag: Prof. Dr. Rafael Biermann

Moderation: Dr. Volker Rabens

25. Mai 2022, UNbrauchbar oder UNverzichtbar? Die Rolle der Vereinten Nationen im Ukraine-Krieg, Prof. Dr. Christian Kreuder-Sonnen Eintrag erweitern

UNbrauchbar oder UNverzichtbar? Die Rolle der Vereinten Nationen im Ukraine-Krieg

Vortrag: Prof. Dr. Christian Kreuder-Sonnen

Moderation: Prof. Dr. Simon Runkel

Eine Aufzeichnung des Vortrages finden Sie hier:

1. Juni 2022, Der Ukraine-Krieg und das Völkerrecht, Prof. em. Dr. Martina Haedrich Eintrag erweitern

Der Ukraine-Krieg und das Völkerrecht

Der Vortrag sucht Antworten auf folgende Fragen: Kann das Völkerrecht den Frieden wiederherstellen?
Welche Effekte hat das Sanktionssystem auf Russland?
Welche Funktion hat das humanitäre Völkerrecht in diesem Konflikt?
Wie wirkt das Völkerstrafrecht und welche Konsequenzen bestehen für Putin?
Und schließlich: Wie weiter nach der Aggression?

Vortrag: Prof. em. Dr. Martina Haedrich 

Moderation: Prof. Dr. Dr. Bertram Schmitz

Eine Aufzeichnung des Vortrages finden Sie hier:

15. Juni 2022, Krieg und Frieden in der Ukraine aus literarischer Perspektive, Prof. Dr. Andrea Meyer-Fraatz Eintrag erweitern

Krieg und Frieden in der Ukraine aus literarischer Perspektive

Der Vortrag skizziert die Entwicklung der ukrainischen Literatur und Kultur und ihre Rolle für die russische vom 17. bis 19. Jahrhundert sowie ihre gezielte Unterdrückung durch die russische Vorherrschaft ab 1863. Daran schließt sich eine Betrachtung russischsprachiger, in der Ukraine entstandener Literatur zum Thema Krieg aus den 1920er Jahren an, von der Bezüge zur gegenwärtigen Situation hergestellt werden.  

Vortrag: Prof. Dr. Andrea Meyer-Fraatz 

Moderation: Prof. Dr. Sarah Jäger

Eine Aufzeichnung des Vortrages finden Sie hier:

22. Juni 2022, Zur Militärstrategie Russlands im Ukrainekrieg, Oberst a.D. Wolfgang Richter Eintrag erweitern

Zur Militärstrategie Russlands im Ukrainekrieg

Welche politischen Ziele will der Kreml mit seinem Angriff auf die Ukraine erreichen? Mit welchem militärischen Kräfteansatz und mit welchen Operationen will er dies gewährleisten? Kann Moskau die vollständige Kontrolle über die Ukraine herstellen oder stellt es sich auf einen lange andauernden Abnutzungskrieg ein?

Vortrag: Oberst a.D. Wolfgang Richter

Moderation: Prof. Dr. Sarah Jäger

Der Vortrag wird am 19. Oktober 2022 um 18 Uhr nachgeholt!

29. Juni 2022, Kann man Krieg darstellen? Kunsthistorische Betrachtungen anlässlich der russischen Kriegsverbrechen an der ukrainischen Bevölkerung, Prof. Dr. Verena Krieger Eintrag erweitern

Kann man Krieg darstellen? Kunsthistorische Betrachtungen anlässlich der russischen Kriegsverbrechen an der ukrainischen Bevölkerung

Seit der Antike ist Krieg ein wichtiges Sujet der bildenden Kunst. Dabei stehen lange Zeit überwiegend die heroischen Taten der Kämpfenden im Vordergrund, wohingegen Leid und Schrecken der Zivilbevölkerung kaum thematisiert werden. Dies ändert sich erstmals im 30-jährigen Krieg und dann vermehrt im 19. und 20. Jahrhundert. Mit welchen bildnerischen Mitteln lassen sich aber die entsetzlichen Gewalterfahrungen, Angst, Leiden und Tod ziviler - wie auch militärischer - Kriegsopfer überhaupt erfassen? Diese Frage stellt sich angesichts des aktuellen russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erneut. Der Vortrag gibt einen Überblick über verschiedene Stationen und Strategien der künstlerischen Auseinandersetzung mit Krieg und seinen Auswirkungen und reflektiert ihre Potenziale und auch Grenzen.

Vortrag: Prof. Dr. Verena Krieger

Moderation: Prof. Dr. Michael Wermke

Eine Aufzeichnung des Vortrages finden Sie hier:

6. Juli 2022, Inmitten des Krieges für Versöhnung arbeiten?, Prof. Dr. Martin Leiner Eintrag erweitern

Inmitten des Krieges für Versöhnung arbeiten?

Vortrag: Prof. Dr. Martin Leiner

Moderation: Prof. Dr. Miriam Rose

Eine Aufzeichnung des Vortrages finden Sie hier: