Codezeilen

Von Digital Humanities zu Quantum Humanities: Über die Entschlüsselung vestimentärer Kommunikation im Film

Vortrag
Codezeilen
Foto: xresch - Pixabay
Beginn
12. August 2021, 18:00 Uhr
Ende
12. August 2021, 21:00 Uhr
Veranstaltungsart
Vortrag
Referent/in
Dr. Johanna Barzen
Veranstaltungssprache
Deutsch
Barrierefreier Zugang
nein
Öffentlich
nein
Anmeldung erforderlich
ja

Von Digital Humanities zu Quantum Humanities: Über die Entschlüsselung vestimentärer Kommunikation im Film

Ein Cowboyhut, eine paar Cowboystiefel, ein Stern auf der Brust - und schon erzählt das Kostüm von Sheriffs und Cowboys, Wildem Westen und heldenhaften Taten. Als prominente Konstruktionselemente der innerfilmischen Welt, unterstützen Kostüme die Darstellung der Charaktere, ihrer Eigenschaften und Transformationen, sowie die Verortung eines Films in Zeit und Raum. Trotzdem ist das Kostüm, als Gestaltungselement der filmisch-vestimentären Kommunikation, nur rudimentär untersucht. Im Besonderen mangelt es an einem übergreifenden Konzept, Kostüme systematisch beschreibbar und dadurch auch über eine Einzelfilmanalyse hinaus, analysierbar zu machen. 

Mit unserem MUSE-Ansatz soll sowohl eine Methode, wie auch deren Implementierung, zur detaillierten und strukturierten Erfassung und komplexen Analyse von Kostümen vorgestellt werden, um das Verständnis vestimentärer Kommunikation zu schärfen. Hierbei kommen Techniken aus den Digital Humanities zur Anwendung, um das Wissen, das in Filmen über die Kommunikation mittels Kostümen verborgen ist, mit Hilfe des Musterkonzeptes für Theorie und Praxis nutzbar zu machen. In einem weiteren Schritt von den Digital Humanities hin zu möglichen Quantum Humanities kommen bei der Auswertung der Daten neben klassischen Ansätzen des maschinellen Lernens auch quantenbasierte Ansätze zur Anwendung, deren Potenzial es weit über den Anwendungsfall der Kostüme hinaus für geisteswissenschaftliche Fragestellungen auszuloten gilt. 

Johanna Barzen ist Postdoc an der Universität Stuttgart und leitet hier den Forschungsbereich Quantencomputing und Digital Humanities am Institut für Architektur von Anwendungssystemen (IAAS). Ihre Forschungen liegen in dem Spannungsfeld von Informatik, Medienwissenschaft, Digital Humanities und Quantencomputing und wendet hier im Besondern Mustersprachen, Data Analytics und maschinelles Lernen an. Johanna Barzen studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft sowie Musikwissenschaft und Phonetik an der Universität zu Köln und Kostümdesign an der ifs (internationale filmschule köln). Daneben sammelte sie erste praktische Erfahrungen bei großen Fernsehsendern wie dem WDR und RTL und bei mehreren Filmproduktionen im Kostümdepartment. Sie ist seit 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Stuttgart mit dem Schwerpunkt auf Forschung in den Digital Humanities und promovierte 2018 an der Universität zu Köln. Seit 2021 ist sie zudem Gastwissenschaftlerin an der TU Wien. 

 

Die Veranstaltung wird über Zoom stattfinden. Um vorherige Anmeldung an digitaler-staat@uni-jena.de wird gebeten, damit die Zugangsdaten übermittelt werden können.

 

 

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