Lehrstuhl für Kirchengeschichte

Maria Poppitz

Maria Poppitz
Maria Poppitz
wiss. Mitarbeiterin Kirchengeschichte
Theologische Fakultät
Fürstengraben 6, Raum 206
07743 Jena
Sprechzeiten: nach Vereinbarung
Telefon: +49 3641-9-42738
Fax: +49 3641-9-42732
E-Mail:
Lehrveranstaltungen
  • in Leipzig geboren
  • 2010 Abitur am Peter-Breuer-Gymnasium in Zwickau
  • 10/2011-03/2017 Lehramtsstudium für Gymnasium in den Fächern Latein und Ev. Religionslehre an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • 08/2013-01/2014 Praxissemester im Rahmen des Lehramtsstudiums am Königin-Luise-Gymnasium in Erfurt
  • 05/2015-12/2016 Hilfswissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kirchengeschichte - Weiterverarbeitung und Verwaltung des Privatnachlasses von Ludwig Steil (BK)
  • 03/2017 1. Staatsexamen Lehramt an Gymnasien für die Fächer Latein und Ev. Religionslehre (FSU Jena)
  • seit 05/2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin mit Lehrauftrag am Lehrstuhl für Kirchengeschichte der Theologischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Prof. Dr. Christopher Spehr)

Forschungsschwerpunkt

Die evangelische Kirche in Thüringen zur Zeit des Nationalsozialismus, insbesondere

  • Entstehung, Definition und Wirken der Thüringer Mitte bzw. des Wittenberger Bundes in Thüringen
  • Berücksichtigung zentraler Figuren der Thüringer Mitte, d.h. u.a. der Personen
    • Julius Wessinger (Saalfeld)
    • Oskar Ziegner (Warza)
    • Heinrich Elle (Jena)
    • Hans Heyn (Meiningen)
    • ...

Lehrveranstaltungen

SoSe 2019: Übung »Kirche in der frühen DDR«

Beschreibung:

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann für die evangelische Kirche in Deutschland eine Zeit der Neustrukturierung und des Wiederaufbaus, die mit zahlreichen Herausforderungen verbunden war. Die politische Aufteilung in verschiedene Besatzungszonen führte dazu, dass sich die ostdeutschen Landeskirchen mit einem atheistisch geprägten Marxismus-Leninismus zu arrangieren hatten.

In der Übung gilt es auf der einen Seite aufzuweisen, wie Kirche und Staat in der sowjetischen Besatzungszone zwischen 1945 und 1969 gegen-, aber auch miteinander agierten. Auf der anderen Seite soll veranschaulicht werden, was es zu dieser Zeit bedeutete, als Christ unter einem kommunistischen Regime zu glauben und zu leben.

WiSe 2018/19: Übung »Theologie im Nationalsozialismus«

Beschreibung:

Nationalsozialismus und der nationalsozialistische Staat forderten Theologie und Kirche massiv heraus. Einerseits versuchte der Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1935 durch die Kirchenpartei „Deutsche Christen“ direkt Einfluss auf die evangelische Kirche zu nehmen, andererseits dienten sich evangelische Christen dem System an oder verhielten sich abwartend bis skeptisch zu der sog. „nationalsozialistischen Revolution“. Keineswegs einlinig verliefen die theologischen Reaktionen, die zwischen begeisterter Rezeption und kritischer Distanzierung vom Regime oszillieren konnten. Wie aber sahen die Antworten der evangelischen Theologie auf die Herausforderungen aus? Und welchen religiösen Position(en) folgte der Nationalsozialismus mit seinen Akteuren?

Die Übung soll unter Berücksichtigung verschiedener Quellen und in Auseinandersetzung mit der einschlägigen Sekundärliteratur dazu dienen, einen Überblick über die evangelisch-theologischen Positionen innerhalb Deutschlands zwischen 1933 und 1945 zu verschaffen. Die Analyse und Interpretation des sog. „Zeitgeistes“ soll dabei ebenso kritisch betrachtet werden, wie die Integration dessen in die theologischen Antworten.

SoSe 2018: Proseminar »Einführung in die Reformationsgeschichte«

Beschreibung:

Ausgehend von Schlüsseltexten der Reformation, wie Martin Luthers Schrift »Von der Freiheit eines Christenmenschen«, sollen zentrale reformatorische Aussagen erarbeitet werden. Hierbei wird sowohl die Theologie und Biografie des Verfassers, als auch der kirchengeschichtliche Bezugsrahmen Berücksichtigung finden, sodass ein facettenreicher Überblick über die Reformationsgeschichte entsteht. Darüber hinaus wird in die Methoden kirchengeschichtlichen Arbeitens eingeführt.

WiSe 2017/18: Übung »Die Bekennende Kirche: Entstehung, Wirken und Persönlichkeiten«

Beschreibung:

Wer oder was war die Bekennende Kirche in der Zeit des NS-Regimes? Ein Hort der aufrechten Christen? Ein Ort des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus? Oder war sie eine Sammlung von Kritikern, die sich lediglich gegen die kirchenpolitische Gruppe der Deutschen Christen wandte?

Durch verschiedene Texte soll in der Übung diesen Fragen nachgegangen werden, um so die Entstehung und das Wirken der Bekennenden Kirche nachvollziehen zu können. Gleichzeitig werden verschiedene Persönlichkeiten in den Mittelpunkt der Untersuchung gerückt, anhand derer die Entwicklung der Bekennenden Kirche anschaulich wird. Neben wissenschaftlichen Aufsätzen werden Bekenntnistexte, Briefe aus Archiven, Tagebucheinträge, etc. die Thematik vertiefen helfen und Raum zur Diskussion bieten.