Andreas Kuhn, Heaven at work XVIII

Katharina Wörn

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Andreas Kuhn, Heaven at work XVIII
Bild: Andreas Kuhn
Katharina Wörn
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Lehrstuhl Systematische Theologie
Katharina Wörn
Telefon
+49 3641 9-42747
Fax
+49 3641 9-42772
Sprechzeiten:
Feriensprechstunde nach Vereinbarung per Mail
Raum 201
Fürstengraben 6
07743 Jena
Vita Inhalt einblenden

Persönliche Daten

geb. am 08.03.1988 in München 

Akademischer Werdegang

07/2020 Eröffnung des Promotionsverfahrens (Dissertation: „Zweideutigkeit als Grundbegriff der Theologie Paul Tillichs. Verortungen von Ambiguität im Verhältnis von Moderne und Religion“)

seit 05/2016 Wiss. Mitarbeiterin bei Frau Prof. Dr. Miriam Rose / Lehrstuhl für Systematische Theologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena

03/2016 1. Theologisches Examen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

2008 – 2016 Studium der Evangelischen Theologie / Religionswissenschaft in München, Heidelberg und Yale/USA

2007 Abitur am Wittelsbacher Gymnasium in München 

Auslandsstudium

2012 – 2014 Master of Arts in Religion (M.A.R.) mit Schwerpunkt History of Christianity / Yale University, New Haven, USA

Stipendien und Preise

2009 - 2015 Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes

2012 - 2013 Stipendiatin der Fulbright Kommission

6/2014 Heinrich-Bassermann-Preis der Universität Heidelberg

Forschung Inhalt einblenden

Dissertation

Zweideutigkeit als Grundbegriff der Theologie Paul Tillichs. Verortungen von Ambiguität im Verhältnis von Moderne und Religion (Promotionsverfahren eröffnet im Juli 2020)

Der Begriff Ambiguität erfreut sich in der aktuellen Forschungslandschaft über ganz unterschiedliche Disziplinen hinweg großer Popularität: Kunst- und literaturwissenschaftliche Analysen, soziologische Gegenwartsdiagnosen sowie die psychologische Persönlichkeitsforschung vermitteln den Eindruck eines engen Zusammenhangs zwischen spätmoderner Lebenswelt und Phänomenen von Ambiguität, die überdies immer wieder mit der Beschwörung von ‚Ambiguitätstoleranz‘ einhergehen. Dabei werden jedoch höchst unterschiedliche Begriffe grundgelegt, was genau unter ‚Ambiguität‘ und deren Toleranz eigentlich verstanden wird: Geht es um die Deutungspluralität in spätmodernen Gesellschaften? Um den je individuellen Umgang mit unklaren oder unsicheren Situationen? Um polare Strukturen menschlicher Existenz, etwa die Verortung zwischen Freiheit und Determination? Unter ‚Ambiguität‘ werden, so der Ausgangspunkt der Arbeit, sehr verschiedene Formen des Zwei-, Mehr- und Uneindeutigen zu fassen versucht.

Die Dissertation erarbeitet dementsprechend in Auseinandersetzung mit dem interdisziplinären Ambiguitätsdiskurs zunächst eine Kriteriologie für die differenzierte Bestimmung und Verortung verschiedener Ambiguitätsbegriffe. Den Hauptteil der Arbeit bildet die werkgeschichtliche Erschließung eines theologischen Begriffs von Ambiguität. Dafür werden die Schriften des Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich (1886-1965) aus dem Zeitraum von 1919-1965 und deren Verwendungen von ‚Zweideutigkeit‘/‘ambiguity‘ analysiert. ‚Zweideutigkeit‘ bei Tillich erweist sich dabei als eine höchst adaptive Kategorie, die ihren theoretischen Standort ebenso wechselt wie ihre Bedeutung, Reichweite und Funktion. Während die adaptiven Elemente des Begriffs gerade die sukzessiv sich entwickelnde Schlüsselstellung in Tillichs Werk begründen, sind es die Kontinuitätselemente des Begriffs – etwa die klare Festlegung auf eine binäre Struktur – die sich in der interdisziplinären Debatte um das Verhältnis von Ambiguität, Moderne und Religion als bereichernd erweisen.

Forschungsinteressen

  • Interdisziplinäre Ambiguitätsforschung
  • Paul Tillich
  • Transnationale Theologie (Deutschland/USA)
  • (Systematisch-)Theologische Methoden
  • Theologie in der Spätmoderne
  • Kulturwissenschaftliche und theologische Religionstheorie
Publikationen Inhalt einblenden

I. Aufsätze

2020

Ambige Technik? Digitalisierung als ethische Herausforderung, in: Johannes Achatz / Reyk Albrecht / Lena Saniye Güngör (Hgg.): Digitalisierung - Werte zählen?, Kritisches Jahrbuch für Philosophie, Würzburg, 55-68.

Tiefe Entfremdung. Zur (Un-)Möglichkeit einer Kritik religiöser Lebensformen bei Paul Tillich, in: Katharina Eberlein-Braun / Dietrich Schotte (Hgg.): Gelingen und Misslingen religiöser Praxis. Auseinandersetzungen mit Rahel Jaeggis Kritik von Lebensformen, Berlin / Münster, 63–92.

2019

Antizipative Einheit. Zum Verhältnis von Zweideutigkeit und Revolution in Paul Tillichs Sozialistischer Entscheidung, in: Raymond Asmar / Christian Danz / Martin Leiner / Matthew Lon Weaver (Hgg.): Reformation und Revolution in der Wahrnehmung Paul Tillichs, Berlin / Boston, 191–204.

2017

Pfarrer- und Pfarrhausbilder in Uwe Johnson Jahrestage, in: Christian Albrecht / Eberhard Hauschildt / Ursula Roth (Hgg.): Pfarrhausbilder. Literarische Reflexe auf eine evangelische Lebensform, Tübingen, 177-192.

II.  Rezensionen

2020

Rez. Mikkel Gabriel Christoffersen: Living with Risk and Danger. Studies in Interdisziplinary Systematic Theology (Forschungen zur systematischen und ökumenischen Theologie, 165), Göttingen 2019, in: Theologische Literaturzeitung [im Erscheinen].

Rez. Anne Käfer / Henning Theißen (Hgg.): In verantwortlichen Händen. Unmündigkeit als Herausforderung für Gerechtigkeitsethik (Veröffentlichungen der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie, 55), Leipzig 2018, in: Theologische Literaturzeitung 5/2020, 450-452.

Lehre Inhalt einblenden

07/2018: Zertifikat ‚Basic‘ der Hochschuldidaktik (Servicestelle LehreLernen der FSU Jena)
Teilnahme an mehreren Tages-Workshops zu verschiedenen Themen der Hochschuldidaktik sowie Begleitung der eigenen Lehrveranstaltung inklusive einer Videoevaluation.

aktuelle Lehrveranstaltung:

Veranstaltungen Inhalt einblenden
  • seit 2016 Organisation des Theologischen Salons
    In einem offenen Gesprächsformat für Studierende, Mitarbeitende und Interessierte aller Fachrichtungen werden theologische Themen und Fragestellungen bei Getränken, Knabberei und Kerzenschein in Salonmanier diskutiert. Im Fokus steht dabei, die denkerische Selbstständigkeit und Sprachfähigkeit von Studierenden angesichts herausfordernder theologischer Fragen zu fördern. Der Theologische Salon findet jedes Semester zu wechselnden Themen statt, die aus der Studierendenschaft eingebracht werden, und wird im Team moderiert (Prof. Dr. Miriam Rose/Katharina Wörn oder entsprechende FachexpertInnen). Themen der letzten Semester waren: Allversöhnung, Ist der Wille frei?, Dialog mit dem Islam, Mission, das Böse uvm.
  • seit 2019 Veranstaltung von Schreibworkshops für Studierende
    Obwohl Schreiben und wissenschaftliche Praxis nicht ohne einander zu denken sind, kommt die Auseinandersetzung mit dem eigenen Schreibprozess, mit Hürden und Herausforderungen, aber auch hilfreichen Tools im Studienalltag oft zu kurz. In regelmäßigen halbtägigen Schreibworkshops werden verschiedene Themen der wissenschaftlichen Schreibpraxis von der ‚Angst vor dem leeren Blatt‘ bis hin zu Thesenfindung, Gliederung und Überarbeitungsschritten behandelt.
Vorträge Inhalt einblenden

2018

„Die Ambiguität von Technik am Beispiel der Digitalisierung“, gehalten auf dem Thüringen Tag der Philosophie „Digitalisierung – Werte zählen?“ am 26. November 2018 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

„Entfremdung als Zweideutigkeit. Von der (Un)Möglichkeit einer Kritik religiöser Lebensformen bei Paul Tillich", gehalten auf dem Berliner Kolloquium Junge Religionsphilosophie „Kritik religiöser Lebensformen“ mit Prof. Dr. Rahel Jaeggi vom 22.-24. Februar 2018 an der Katholischen Akademie in Berlin.

2017

„Widerspruch, Mangel, Mittel. Zum Verhältnis von Zweideutigkeit und Revolution bei Paul Tillich“, gehalten auf dem Internationalen Paul-Tillich-Kongress „Reformation und Revolution in der Wahrnehmung Paul Tillichs“ vom 3.-6. September 2017 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Diese Seite teilen
Die Uni Jena in den sozialen Medien:
Ausgezeichnet studieren:
  • Logo der Initiative "Total E-Quality"
  • Logo des Best Practice-Club "Familie in der Hochschule"
  • Logo des Projekts "Partnerhochschule des Spitzensports"
  • Qualitätssiegel der Stiftung Akkreditierungsrat - System akkreditiert
Zurück zum Seitenanfang