Tagungen

vergangene und bevorstehende Tagungen

Vergangene Tagungen

2021

„Evangelische Kirchenbibliotheken. Desiderate und Perspektiven ihrer Erforschung“. Tagung am 13. und 14. September 2021 in Gotha

Am 13. und 14. September 2021 fand in der Augustinerkirche in Gotha die Tagung „Evangelische Kirchenbibliotheken. Desiderate und Perspektiven ihrer Erforschung“ statt. Sie wurde von Dr. Kathrin Paasch (Forschungsbibliothek Gotha), Prof. Dr. Thomas Fuchs (Universitätsbibliothek Leipzig) und Prof. Dr. Christopher Spehr (Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena) geleitet und in Kooperation mit dem Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) durchgeführt. Die Tagung gab einen aktuellen Überblick über die Forschungslage der evangelischen Kirchenbibliotheken und regte zugleich zur Auseinandersetzung mit den bestehenden archivalischen und bibliothekarischen Überlieferungen an.

Weitere Informtionen finden Sie hier.

2019

Das Eisenacher ‚Entjudungsinstitut’. Kirche und Antisemitismus in der NS-Zeit. 18.–20. September 2019, Hotel auf der Wartburg, Eisenach

Am 6. Mai 1939 – vor 80 Jahren - wurde im Hotel auf der Wartburg von evangelischen Theologen, Kirchenleitern und elf Landeskirchen das "Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben" (kurz: ‚Entjudungsinstitut‘) gegründet. Mit seiner antisemitischen und völkisch ausgerichteten Ideologie war es bemüht, Ideen ähnlich disponierter (pseudo-)wissenschaftlicher Institute erstmals im kirchlichen Bereich umzusetzen. Diese von der ‚Bekennenden Kirche‘ und einzelnen evangelischen Landeskirchen heftig kritisierte deutsch-christliche Einrichtung nahm unter der wissenschaftlichen Leitung von Professoren der Universität Jena ihre Tätigkeit in Eisenach auf und sammelte in Tagungen und Arbeitskreisen europaweit einen Unterstützerkreis. Das Institut steht in besonders exponierter Weise für einen deutschchristlichverantworteten wissenschaftlichen Antisemitismus in der NS-Zeit. Durch den Kriegsverlauf kam die Arbeit zunehmend zum Erliegen. Die Mitarbeiter dieses Instituts fanden nach Kriegsende neue Tätigkeiten in Wissenschaft und Kirche, so dass die Thematik bis heute Konfliktstoff birgt und über die bereits geleisteten Forschungen hinaus der weiteren soliden wissenschaftlichen Aufarbeitung bedarf.

Die Tagung knüpft in interdisziplinärer Weise an die bisherigen Forschungen zum ‚Entjudungsinsitut‘ an, kontextualisiert die Ideologie und Theologie der Einrichtung, vergleicht sie mit ähnlichen (pseudo-)wissenschaftlichen ‚Instituten‘ und fragt nach dessen Wirkung und Auswirkung in Ost- und Westdeutschland. Flankiert wird die Tagung durch die Eröffnung der Sonderausstellung "Erforschung und Beseitigung. Das kirchliche ‚Entjudungsinstitut’ 1939-1945" im Lutherhaus Eisenach sowie den christlich-jüdischen Begegnungstagen Achava in Eisenach.

Tagungsleitung:

Prof. Dr. Christopher Spehr
Lehrstuhl für Kirchengeschichte
Theologische Fakultät
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 6
07743 Jena
christopher.spehr@uni-jena.de


Prof. Dr. Harry Oelke
Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte
Evangelisch-Theologische Fakultät
Ludwig-Maximilians-Universität München
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München
h.oelke@evtheol.uni-muenchen.de

Tagungsprogramm

Tagungsflyer

Veranstalter:
  • Stiftung Lutherhaus Eisenach
  • Wissenschaftlicher Ausstellungsbeirat der Stiftung Lutherhaus Eisenach (Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller, Prof. Dr. Karl-Wilhelm Niebuhr, Prof. Dr. Christian Wiese, Prof. Dr. Harry Oelke und Prof. Dr. Christopher Spehr)
  • Wartburg Stiftung Eisenach
  • Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte
Kooperationspartner:
  • Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt
  • LOEWE-Forschungsschwerpunkt "Religiöse Positionierung. Modalitäten und Konstellationen in jüdischen, christlichen und islamischen Kontexten" an der Goethe-Universität Frankfurt und der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Beirat für christlich-jüdischen Dialog der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland
  • Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte e.V.
Förderer:
  • Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
  • Ernst-Abbe-Stiftung
  • Union Evangelischer Kirchen (UEK)
  • LOEWE-Forschungsprojekt
Weitere Hintergrundinformationen:
Presseberichte:

Landeskirche ohne Landesherrn. Neuanfänge und Kontinuitäten der evangelischen Kirchen in der Zeit der Weimarer Republik. 29.–31. August 2019, Herderzentrum Weimar

Gemeinsame Tagung mit der Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte e.V., dem Verein für Kirchengeschichte der Kirchenprovinz Sachsen e.V. und dem Arbeitskreis Deutsche Landeskirchengeschichte

Mit dem Ende des Landesherrlichen Kirchenregiments 1918 standen die evangelischen Kirchen vor umwälzenden Herausforderungen. Obwohl in Kirche und Theologie schon länger über eine Ausdifferenzierung von Kirche und Staat diskutiert worden war, trat nun der organisatorische Ernstfall ein. In der Weimarer Reichsverfassung von 1919 wurde die Trennung von Kirche und Staat rechtlich festgeschrieben.

Wie aber reagierten die Kirchen? Wie vollzogen und gestalteten sie den "Umbruch" in die landeskirchliche „Selbstständigkeit“? Welche Kontinuitäten blieben erhalten? Welche Ordnungen und Strukturen gaben sich die einzelnen Kirchen? Wie gingen die deutschsprachigen Auslandskirchen mit der Situation um? Weil zudem die in Weimar getroffenen staatsrechtlichen Regularien die religionsrechtliche Grundlage für das Miteinander von Staat und Kirche bis heute darstellen, gilt es zu fragen, wie sich dieses Verhältnis in den 28 Landeskirchen in den 1920er Jahren gestaltete.

Diesen und weiteren Fragen sucht die wissenschaftliche Tagung am historisch bedeutsamen Ort in vergleichender Perspektive exemplarisch nachzuspüren. Nach einem Einleitungsvortrag aus ideengeschichtlicher und politikwissenschaftlicher Sicht am Donnerstagabend werden am Freitagvormittag verschiedene Unionskirchen in den Blick genommen, bevor am Freitagnachmittag einzelne deutsch evangelische Auslandskirchen thematisiert werden. Am Abend wird es einen Überblicksvortrag zum Deutschen Evangelischen Kirchenbund geben. Der Samstagvormittag rückt zwei kleinere Landeskirchen in den Mittelpunkt, um anschließend zwei mitteldeutsche Landes- bzw. Provinzialkirchen zu akzentuieren. Die Tagung ist zugleich die Jahrestagung des Arbeitskreises Deutsche Landeskirchengeschichte.

Tagungsprogramm

Tagungsort:

Herderzentrum | Herderplatz 6 | 99423 Weimar

Veranstalter:
  • Lehrstuhl für Kirchengeschichte der Theologischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte e.V.
  • Verein für die Kirchengeschichte der Kirchenprovinz Sachsen e.V.
  • Arbeitskreis Deutsche Landeskirchengeschichte
Pressemitteilung:

2017

  • Studientag der Theologischen Fakultät 2017 (Jena, 2017).
  • Ringvorlesung „Luther (ge)denken“ (Jena, SoSe 2017).
  • „Herder – Luther. Die Rezeption der Reformation in der Weimarer Klassik“, zus. mit dem Institut für Kulturwissenschaften, Jena-Weimar-Akademie, Klassik-Stiftung Weimar (Weimar, 2017).
  • „Max Weber – Luther“, zus. mit Netzwerk Reformationsforschung und Max-Weber Kolleg der Universität Erfurt, (Jena, 2017).
  • Reformatio et memoria. Teil 1: Die Reformation in ihren lutherischen Kernlanden (Nachwuchstagung), zus. mit Netzwerk Reformationsforschung in Thüringen, Projekt „Thüringen im Jahrhundert der Reformation“ und Forschungsbibliothek Gotha, (Jena, 2017).
  • Reformatio et memoria. Teil 2: Thüringen als Erinnerungsraum der Reformation, zus. mit Netzwerk Reformationsforschung in Thüringen und Forschungsbibliothek Gotha (Gotha, 2017).
  • „Internationaler Kongress für Lutherforschung“ (Wittenberg, 2017).
  • „Kulturelle Wirkungen der Reformation. Kongress zu den Folgewirkungen der Reformation“, zus. mit den Universitäten Halle-Wittenberg und Leipzig, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte, Refo500 (Wittenberg, 2017).
  • „Das Wartburgfest 1817 im europäischen Kontext“, zus. mit Historischen Institut der FSU Jena (Eisenach, 2017).

2016

  • „Workshop 4: Thüringen als (Erinnerungs-)Raum der Reformation“, zus. mit dem Netzwerk Reformationsforschung in Thüringen (Jena, 2016) – gefördert durch Freistaat Thüringen.
  • „Das illustrierte Flugblatt im 16. Jahrhundert. Protestantische Profilbildung am Beispiel der Gothaer Sammlung“, zus. mit der Forschungsbibliothek Gotha, Stiftung Schloss Friedenstein (Gotha, 2016) – gefördert durch DFG und Ernst-Abbe-Stiftung
  • „Workshop 5: Die Ernestiner! Gestaltungs- und Lebensfelder einer Dynastie“, zus. mit dem Netzwerk Reformationsforschung in Thüringen (Jena, 2016) – gefördert durch Freistaat Thüringen.
  • Tag der Thüringischen Geschichte, zus. mit der Historischen Kommission in Thüringen, Verein für Thüringische Geschichte und Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte (Jena, 2016).

2015

  • „Allein die Schrift. Gilt das reformatorische Schriftprinzip heute?“, Studientag der Theologischen Fakultät der FSU Jena (Jena, 2015) – gefördert durch EKM und Förderverein der Theologischen Fakultät.
  • „Jan Hus und seine reformatorische Bedeutung. Symposium aus Anlass des 600. Todesjahres“, zus. mit dem Lehrstuhl für Systematische Theologie, dem Historischen Institut der FSU Jena und der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (Jena 2015) – gefördert durch EKM und jenaconfoundation.
  • „Workshop 2: Bruch oder Kontinuität? Perspektiven auf das Zeitalter der Reformation“, zus. mit dem Netzwerk Reformationsforschung in Thüringen (Jena, 2015) - gefördert durch Freistaat Thüringen.
  • „Workshop 3: Archivalien in Thüringen aus der Reformationszeit“, zus. mit dem Netzwerk Reformationsforschung in Thüringen (Jena, 2015) – gefördert durch Freistaat Thüringen.

2014

  • „... der isset und trinket sich selber zum Gericht (1 Kor. 11,29). Fragen an das Abendmahl“, Studientag der Theologischen Fakultät der FSU Jena (Jena, 2014) – gefördert durch EKM und Förderverein der Theologischen Fakultät.
  • „Luther und die Deutschen“, zus. mit dem Historischen Institut der FSU Jena, Wartburg Stiftung Eisenach (Jena, 2014) – gefördert durch BKM, Freistaat Thüringen.
  • „Workshop 1: Erinnerungsraum der Reformation: Die Quellen“, zus. mit dem Netzwerk Reformationsforschung in Thüringen (Jena, 2014) – gefördert durch Freistaat Thüringen.
  • „Weimar und die Reformation. Luthers Obrigkeitslehre und ihre Wirkungen von Weimar in die Moderne“ zus. mit der Klassik-Stiftung Weimar, Ev. Akademie Thüringen (Weimar, 2014) – gefördert durch Ernst-Abbe-Stiftung und Bundeszentrale für politische Bildung.
  • „Reformation vor Ort. Zum Quellenwert von Visitationsprotokollen“, zus. mit dem Digitalen Archiv der Reformation, Thüringisches Hauptstaatsarchiv Weimar (Jena, 2014) – gefördert durch Freistaat Thüringen, BKM, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Land Hessen.

2013

  • „Priestertum aller Gläubigen. Entstehung, Herausforderung und Chancen eines reformatorischen Paradigmas“, Studientag der Theologischen Fakultät der FSU Jena (Jena, 2013) – gefördert durch EKM und Förderverein der Theologischen Fakultät.
  • „Reformation heute: Protestantische Bildungsakzente“, zus. mit der Internationalen Martin Luther Stiftung, der Wartburg Stiftung, dem Lutherischen Weltbund u.a. M. Luther Stiftung, Wartburg Stiftung, LWB u.a. (Wart-burg/Eisenach, 2013) – gefördert durch Ernst-Abbe-Stiftung und Freistaat Thüringen.
  • „Die Reformation und ihre Medien. Mediale Strategien der Wettinger“, zus. mit Forschungsbibliothek Gotha, Stiftung Schloss Friedenstein (Gotha, 2013) – gefördert durch Ernst-Abbe-Stiftung und Freistaat Thüringen.
  • „Toleranz und Wahrheit. Philosophische, theologische und juristische Perspektiven“, zus. mit der Evangelischen Landeskirche Anhalts (Wörlitz, 2013) – gefördert durch Fritz-Thyssen-Stiftung und Ev. Landeskirche Anhalts.

2012

  • „Wie schwierig ist das Erbe der Reformation?“ Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Thomas Kaufmann, u.a. (Jena, 2012) – gefördert durch FSU Jena.
  • „475 Jahre Schmalkaldische Artikel. Die Ernstiner und ihr Bekenntnis“, zus. mit dem Lehrstuhl für Frühe Neuzeit des Historischen Instituts der FSU Jena, Prof. Dr. Georg Schmidt und PD Dr. Joachim Bauer (Jena, 2012) – gefördert durch Fritz-Thyssen-Stiftung.
  • Reformationssymposien in Brasilien, zus. mit Prof. Dr. Claus Schwambach (FLT, Sao Bento do Sul u.a. 2012-2017) – gefördert durch VELKD.

2011

  • „Pfarrers Kinder, Müllers Vieh“, zus. mit der Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte (Jena, 2011) – gefördert durch Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte und EKM.
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