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Martin Luthers reformatorische Hauptschriften von 1520
In einer einzigartigen schriftstellerischen Leistung hat Luther 1520 die zentralen Themen der Theologie in seinen Schriften behandelt: die anstehenden Reformen in der Gesellschaft, die großen Fragen nach dem, was in der Kirche gilt, und das Leben des Einzelnen vor Gott und vor den Menschen. Die „Freiheit eines Christenmenschen“ ist seitdem Thema und Aufgabe. Ein Beitrag der Luther-Gesellschaft (https://www.luther-gesellschaft.de/). Es sprechen: Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Johannes Schilling, Kiel, Erster Präsident der Luther-Gesellschaft, Prof. Dr. Christopher Spehr, Lehrstuhl für Kirchengeschichte, Friedrich-Schiller-Universität Jena und Prof. Dr. Wolf-Friedrich Schäufele, Fachgebiet Kirchengeschichte, Philipps-Universität Marburg. Schnitt: Benjamin Loschek, Multimediazentrum der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Audio: Christopher Spehr, Wolf-Dietrich Schäufele und Johannes Schilling. Schnitt: Benjamin Loschek

Aktuelle Veröffentlichungen

Landeskirche ohne Landesherrn. Neuanfänge und Kontinuitäten der evangelischen Kirchen in der Zeit der Weimarer Republik, hg. v. Christopher Spehr (Herbergen der Christenheit. Sonderband 27), Leipzig 2021, 384 Seiten, Broschur. ISBN: 978-3-374-06869-2. Landeskirche ohne Landesherrn. Neuanfänge und Kontinuitäten der evangelischen Kirchen in der Zeit der Weimarer Republik, hg. v. Christopher Spehr (Herbergen der Christenheit. Sonderband 27), Leipzig 2021, 384 Seiten, Broschur. ISBN: 978-3-374-06869-2. Illustration: Evangelische Verlagsanstalt Leipzig

Mit dem Ende des landesherrlichen Kirchenregiments 1918 standen die evangelischen Kirchen in Deutschland vor umwälzenden Herausforderungen. Es galt, neue rechtliche und organisatorische Strukturen zu schaffen und ein Verhältnis zur jungen Demokratie zu entwickeln. Hierbei waren die Probleme der nun eigenständig gewordenen Landeskirchen durchaus different. Revitalisiert wurde zudem die Idee eines Zusammenschlusses der Einzelkirchen, die in der Gründung des Deutschen Evangelischen Kirchenbundes 1922 konkret wurde.

Der vorliegende Band widmet sich den institutionellen Veränderungen anhand konkreter territorialgeschichtlicher Betrachtungen. Neben exemplarisch ausgewählten Landeskirchen Süd-, West- und Mitteldeutschlands liegt ein besonderer Fokus auf den Veränderungen für die deutschen Auslandsgemeinden im Baltikum, in Polen und Rumänien.

Die Beiträge gehen zum überwiegenden Teil auf Vorträge zurück, die im Rahmen der gleichnamigen Tagung im August 2019 in Weimar gehalten wurden.

Landeskirche ohne Landesherrn. Neuanfänge und Kontinuitäten der evangelischen Kirchen in der Zeit der Weimarer Republik, hg. v. Christopher Spehr (Herbergen der Christenheit. Sonderband 27), Leipzig 2021, 384 Seiten, Broschur. ISBN: 978-3-374-06869-2.

Reformatio et memoria. Protestantische Erinnerungsräume und Erinnerungsstrategien in der Frühen Neuzeit, hg. v. Christopher Spehr, Siegrid Westphal und Kathrin Paasch, (Refo500 Academic Studies 75), Göttingen 2020, 536 Seiten, mit 64 Abb. und 1 Tab., gebunden. ISBN: 978-3-525-51702-4. Reformatio et memoria. Protestantische Erinnerungsräume und Erinnerungsstrategien in der Frühen Neuzeit, hg. v. Christopher Spehr, Siegrid Westphal und Kathrin Paasch, (Refo500 Academic Studies 75), Göttingen 2020, 536 Seiten, mit 64 Abb. und 1 Tab., gebunden. ISBN: 978-3-525-51702-4. Illustration: Vandenhoeck & Ruprecht

Die Erinnerung an die Reformation war für die protestantischen Konfessionen in der Frühen Neuzeit identitätsstiftend. Die Memoria war gleichsam der Erinnerungsbogen, der die lutherische, aber auch die reformierte Konfession mit ihren Anfängen verband. Sie konnte Landschaften, Architekturen, Kunstgegenstände, Medaillen, Münzen, Handschriften, Alte Drucke, Musik und vieles mehr umfassen. Wie die Räume und Strategien der Reformationserinnerung genauer aussahen, untersuchen die Aufsätze im vorliegenden Band. Durch ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden unterschiedliche Ausdrucksformen der Erinnerung exemplarisch analysiert, kontextuell interpretiert und interdisziplinär profiliert. Hierdurch wird eine Neukonstruktion der Geschichte der reformatorischen Erinnerungskultur vom 16. bis ins 18. Jahrhundert möglich, die in den frühneuzeitlich-lutherischen Territorien der ernestinischen Herzöge besonders anschaulich wird.

Reformatio et memoria. Protestantische Erinnerungsräume und Erinnerungsstrategien in der Frühen Neuzeit, hg. v. Christopher Spehr, Siegrid Westphal und Kathrin Paasch, (Refo500 Academic Studies 75), Göttingen 2020, 536 Seiten, mit 64 Abb. und 1 Tab., gebunden. ISBN: 978-3-525-51702-4.

Das Wartburgfest von 1817 als europäisches Ereignis, hg. v. Joachim Bauer, Stefan Gerber, Christopher Spehr, (Quellen und Beiträge zur Geschichte der Univ. Jena 15), Stuttgart 2020, 340 Seiten, 3 schw.-w. Abb. ISBN: 978-3-515-12581-9. Das Wartburgfest von 1817 als europäisches Ereignis, hg. v. Joachim Bauer, Stefan Gerber, Christopher Spehr, (Quellen und Beiträge zur Geschichte der Univ. Jena 15), Stuttgart 2020, 340 Seiten, 3 schw.-w. Abb. ISBN: 978-3-515-12581-9. Illustration: Franz Steiner Verlag

Das Wartburgfest von 1817 ist ein symbolträchtiger Erinnerungsort der deutschen Geschichte. Zwei Jahre nach dem Ende der Napoleonischen Ära setzte das Festereignis ein Signal des politischen Aufbruchs: Für die föderative Nation und den Nationalstaat, für Verfassung und politische Partizipation. Im Wartburgfest kamen somit all jene Problemkomplexe zusammen, die in den folgenden Jahrzehnten die Politik und Gesellschaft in Deutschland bis über die Reichsgründung hinaus prägen sollten. Allerdings fällt es nach wie vor schwer, die Vielschichtigkeit des Ereignisses historisch zu erfassen und differenziert darzustellen.

Anlässlich des 200. Jubiläums des Wartburgfestes im Oktober 2017 veranstalteten die Friedrich-Schiller-Universität Jena und die Wartburg-Stiftung Eisenach eine Tagung, die sich den Voraussetzungen und Folgen des Ereignisses widmete, um das Geschehen aus der Perspektive einer europäischen Verflechtungsgeschichte zu würdigen.

Das Wartburgfest von 1817 als europäisches Ereignis, hg. v. Joachim Bauer, Stefan Gerber und Christopher Spehr, (Quellen und Beiträge zur Geschichte der Univ. Jena 15), Stuttgart 2020, 340 Seiten, 3 schw.-w. Abb. ISBN: 978-3-515-12581-9.

Herder – Luther. Das Erbe der Reformation in der Weimarer Klassik, hg. v. Michael Maurer u. Christopher Spehr, (Colloquia historica et theologica 5), Tübingen 2019. VIII, 236 Seiten, ISBN: 978-3-16-155847-4. Herder – Luther. Das Erbe der Reformation in der Weimarer Klassik, hg. v. Michael Maurer u. Christopher Spehr, (Colloquia historica et theologica 5), Tübingen 2019. VIII, 236 Seiten, ISBN: 978-3-16-155847-4. Illustration: Mohr Siebeck

Johann Gottfried Herder (1744-1803) verstand sich als "neuer Reformator". Produktiv suchte er Martin Luthers Einsichten zu übersetzen und fruchtbar zu machen. Wie diese Transformation genauer aussah, analysieren Wissenschaftler verschiedener Fachgebiete (Theologie, Geschichte, Pädagogik, Literaturwissenschaft und Musikgeschichte) und eröffnen damit neue Perspektiven auf den aufklärerischen „Theologen unter den Klassikern“.

Herder – Luther. Das Erbe der Reformation in der Weimarer Klassik, hg. v. Michael Maurer u. Christopher Spehr, (Colloquia historica et theologica 5), Tübingen 2019. VIII, 236 Seiten, ISBN: 978-3-16-155847-4.

Luther denken. Die Reformation im Werk Jenaer Gelehrter, hg. v. Christopher Spehr, (Schriften zur Geschichte der Theologischen Fakultät Jena 2), Leipzig 2019, 304 Seiten. Luther denken. Die Reformation im Werk Jenaer Gelehrter, hg. v. Christopher Spehr, (Schriften zur Geschichte der Theologischen Fakultät Jena 2), Leipzig 2019, 304 Seiten. Grafik: Evangelische Verlagsanstalt Leipzig

Die Universität Jena galt lange Zeit als Hort des wahren Luthertums und Rezeptionsort Luthers und der Reformation. Vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart fragten Jenaer Theologen und Kirchenvertreter sowie Gelehrte anderer Disziplinen immer wieder nach dem Erbe der Reformation für die protestantische Religion und wissenschaftliche Gelehrtenkultur und prägten damit die deutsche Ideen- und Theologiegeschichte. Im vorliegenden Band werden bisher kaum bekannte Festpredigten erforscht, die öffentliche Wirkung der Reformationsjubiläen in Kirche, Kunst, Kultur und Gesellschaft untersucht sowie die Impulse für Theologie und Geschichtswissenschaft durch Jenaer Forscher im 20. Jahrhundert reflektiert. Alle Beiträge gehen auf Vorträge zurück, die im Rahmen der Ringvorlesung der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Sommersemester 2017 gehalten wurden.

Luther denken. Die Reformation im Werk Jenaer Gelehrter, hg. v. Christopher Spehr, (Schriften zur Geschichte der Theologischen Fakultät Jena 2), Leipzig 2019, 304 Seiten, ISBN: 978-3-374-05875-4.

Klaus Fitschen, Marianne Schröter, Christopher Spehr und Ernst-Joachim Waschke (Hgg.) unter Mitarbeit von Mathias Sonnleithner und Katrin Stöck: Kulturelle Wirkungen der Reformation / Cultural Impact of the Reformation. Kongressdokumentation Lutherstadt Wittenberg August 2017, Bd. 1 (LStRLO 36), Leipzig 2018, 640 Seiten, mit ca. 16 farb. Abb., ISBN: 978-3-374-05677-4; Bd. 2 (LStRLO 37), Leipzig 2019, 568 Seiten, mit ca. 16 farb. Abb., ISBN 978-3-374-05679-8. Klaus Fitschen, Marianne Schröter, Christopher Spehr und Ernst-Joachim Waschke (Hgg.) unter Mitarbeit von Mathias Sonnleithner und Katrin Stöck: Kulturelle Wirkungen der Reformation / Cultural Impact of the Reformation. Kongressdokumentation Lutherstadt Wittenberg August 2017, Bd. 1 (LStRLO 36), Leipzig 2018, 640 Seiten, mit ca. 16 farb. Abb., ISBN: 978-3-374-05677-4; Bd. 2 (LStRLO 37), Leipzig 2019, 568 Seiten, mit ca. 16 farb. Abb., ISBN 978-3-374-05679-8. Illustration: Evangelische Verlagsanstalt Leipzig

Die Reformation veränderte nicht nur Theologie und Kirche, sondern setzte einen alle Bereiche der Gesellschaft erfassenden Transformationsprozess in Gang. So beeinflusste der Protestantismus nachhaltig soziale Strukturen, kulturelle Wahrnehmungsmuster, Rechtsnormen, Wissenschaftsideale, künstlerische Ausdrucksmittel und Identitätsbildungen.
Die beiden gewichtigen Bände dokumentieren den internationalen und interdisziplinären Kongress »Kulturelle Wirkungen der Reformation«, der im August 2017 von den Universitäten Halle-Wittenberg, Jena und Leipzig an der Stiftung LEUCOREA in Lutherstadt Wittenberg durchgeführt wurde. Dessen Beiträge – u. a. von Udo Sträter, Charlotte Methuen, Martin Heckel, Herman Selderhuis, Rudolf von Sinner, Daniel Jeyaraj und Jochen Hörisch – machen deutlich, wie die protestantischen Konfessionsmilieus seit 500 Jahren kulturell wirksam sind, aber auch, wie sie ihrerseits auf gesellschaftliche Herausforderungen reagieren.

Klaus Fitschen, Marianne Schröter, Christopher Spehr und Ernst-Joachim Waschke (Hgg.) unter Mitarbeit von Mathias Sonnleithner und Katrin Stöck: Kulturelle Wirkungen der Reformation / Cultural Impact of the Reformation. Kongressdokumentation Lutherstadt Wittenberg August 2017, Bd. 1 (LStRLO 36), Leipzig 2018, 640 Seiten, mit ca. 16 farb. Abb., ISBN: 978-3-374-05677-4; Bd. 2 (LStRLO 37), Leipzig 2019, 568 Seiten, mit ca. 16 farb. Abb., ISBN 978-3-374-05679-8.

Claus Schwambach und Christopher Spehr (Hgg.): Reforma e Política, 2 Bde., São Bento do Sul – SC (Brasilien) 2018, Bd. 1: Dimensões da relação entre fé cristã e política na história e na teologia da Reforma luterana, 161 Seite, 1 Illustr., ISBN: 978-85-69469-11-7; Bd. 2: A compreensão luterana da relação entre fé cristã e política em sua relevância atual, 243 Seiten, ISBN: 978-85-69469-12-4. Claus Schwambach und Christopher Spehr (Hgg.): Reforma e Política, 2 Bde., São Bento do Sul – SC (Brasilien) 2018, Bd. 1: Dimensões da relação entre fé cristã e política na história e na teologia da Reforma luterana, 161 Seite, 1 Illustr., ISBN: 978-85-69469-11-7; Bd. 2: A compreensão luterana da relação entre fé cristã e política em sua relevância atual, 243 Seiten, ISBN: 978-85-69469-12-4. Illustration: Verlag União Cristã/Faculdade Luterana de Teologia

A Reforma luterana deixou um rico legado de contribuições sobre a temática das relações entre fé e política, tendo influenciado de modo significativo a civilização ocidental. Os quatro estudos reunidos nesse livro pretendem revisitar as contribuições do Reformador Martim Lutero sobre esse tema e fornecer subsídios para que possamos responder, nesse momento de extrema gravidade quanto à situação social e política brasileira, questões cruciais da vida comunitária: Qual é nosso papel como cristãos e como igreja cristã no cenário social e político atual? Como podemos nos posicionar diante das várias correntes ideológicas e político-partidárias? Para quais fatores éticos devemos estar atentos em nosso engajamento sócio-político? Quais são as ênfases teológicas que a Reforma nos deixou como legado espiritual e ético-político em nosso empenho por uma sociedade melhor? Há respaldo na Reforma para o ativismo político, ou mesmo para a revolução? Quais deveriam ser as marcas da atuação cristã nas instituições da sociedade? Que valores éticos e que visão de ser humano deveriam ser observados por políticos cristãos? O presente livro apresenta impulsos, traz algumas respostas, e instiga a fazer novas perguntas. Suas abordagens querem servir de auxílio para o resgate de uma sólida e decente infraestratura moral em nossa sociedade brasileira, a partir do legado histórico e teológico da Reforma.

Claus Schwambach und Christopher Spehr (Hgg.): Reforma e Política, 2 Bde., São Bento do Sul – SC (Brasilien) 2018, Bd. 1: Dimensões da relação entre fé cristã e política na história e na teologia da Reforma luterana, 161 Seite, 1 Illustr., ISBN: 978-85-69469-11-7; Bd. 2: A compreensão luterana da relação entre fé cristã e política em sua relevância atual, 243 Seiten, ISBN: 978-85-69469-12-4.

Jena, hg. v. Christopher Spehr u. Joachim Bauer, (Orte der Reformation 30), Leipzig 2017, 76 Seiten, mit zahlreichen farb. Abbildungen, ISBN: 978-3-374-04415- ­3. Jena, hg. v. Christopher Spehr u. Joachim Bauer, (Orte der Reformation 30), Leipzig 2017, 76 Seiten, mit zahlreichen farb. Abbildungen, ISBN: 978-3-374-04415- ­3. Illustration: Evangelische Verlagsanstalt Leipzig

Jena, die Stadt an der Saale, umgeben von Weinbergen und den Burgen des Saaletales, wurde im Zuge der Reformation zur Universitätsstadt. Als solche prägt sie seither streitbar und wandlungsfähig das Geistesleben weit über Deutschland hinaus. Gleichwohl ist Jena die geschichtsträchtige Unbekannte unter den Städten der Reformation. Zahlreiche Orte und Schätze künden aber noch heute von den reformatorischen Einflüssen in der »Lichtstadt«.

Dieses Journal führt zu jenen Schätzen und Orten und damit zugleich durch die Jahrhunderte der Stadtgeschichte: zum »Schwarzen Bären«, in dem der als Junker Jörg getarnte Martin Luther 1522 nächtigte und 1524 mit Andreas Bodenstein von Karlstadt stritt; zur originalen Grabplatte Luthers in der Stadtkirche, als einem Sinnbild lutherischen Andenkens, und zur Universität, die zum Zentrum des Luthertums und später zum Hort der Aufklärung wurde. Der Streifzug führt schließlich in die Umgebung Jenas, in die Dörfer mit ihren Kirchen und Burgen, die von der Vielfalt der reformatorischen Entwicklungen im mittleren Saaletal zeugen.

Jena, hg. v. Christopher Spehr u. Joachim Bauer, (Orte der Reformation 30), Leipzig 2017, 76 Seiten, mit zahlreichen farb. Abbildungen, ISBN: 978-3-374-04415- ­3.

Berliner Theologische Zeitschrift (BThZ) 34 (2017), Heft 1, 84 Seiten, ISBN: 978-3-374-05246-2. Berliner Theologische Zeitschrift (BThZ) 34 (2017), Heft 1, 84 Seiten, ISBN: 978-3-374-05246-2. Illustration: Evangelische Verlagsanstalt Leipzig

Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums widmet sich die Berliner Theologische Zeitschrift einem von Kirche und Theologie vernachlässigten Thema: der Buße. Mit Beiträgen von Hannes Bezzel, Nils Neumann, Martin Ohst, Martin Greschat, Ehrhart Neubert, Martin Leiner, Dietrich Korsch, Peter Zimmerling.

Berliner Theologische Zeitschrift (BThZ) 34 (2017), Heft 1, 84 Seiten, ISBN: 978-3-374-05246-2.

Dagmar Blaha und Christopher Spehr (Hgg.): Reformation vor Ort. Zum Quellenwert von Visitationsprotokollen, Leipzig 2016, 288 Seiten, ISBN 978-3-374-04162-6. Dagmar Blaha und Christopher Spehr (Hgg.): Reformation vor Ort. Zum Quellenwert von Visitationsprotokollen, Leipzig 2016, 288 Seiten, ISBN 978-3-374-04162-6. Illustration: Evangelische Verlagsanstalt Leipzig

Die Publikation enthält die Beiträge und den Abendvortrag der gemeinsamen Tagung des Projektes »Digitales Archiv der Reformation« und des Lehrstuhles für Kirchengeschichte der Friedrich-Schiller-Univer­sität Jena unter dem Thema »Reformation vor Ort. Zum Quellenwert von Visitationsprotokollen«, die 2014 in Jena stattfand. Im Mittelpunkt stehen die ersten protestantischen Visitationen in den mitteldeutschen Territorien und ihr schriftlicher Niederschlag, die Visitationsprotokolle.

Die Aufsätze zeigen aus unterschiedlichen Blickwinkeln den Quellenwert dieser wichtigen Schriftzeugnisse für die wissenschaftliche Geschichtsschreibung und die Heimatgeschichtsforschung auf. Außerdem werden Überlegungen zur Anforderungen und Grenzen digitaler Editionen im Internet angestellt.

Dagmar Blaha und Christopher Spehr (Hgg.): Reformation vor Ort. Zum Quellenwert von Visitationsprotokollen, Leipzig 2016, 288 Seiten, ISBN 978-3-374-04162-6.

Christopher Spehr, Michael Haspel, Wolfgang Holler (Hgg.): Weimar und die Reformation. Luthers Obrigkeitslehre und ihre Wirkungen, Leipzig 2016, 204 Seiten, ISBN 978-3-374-04278-4. Christopher Spehr, Michael Haspel, Wolfgang Holler (Hgg.): Weimar und die Reformation. Luthers Obrigkeitslehre und ihre Wirkungen, Leipzig 2016, 204 Seiten, ISBN 978-3-374-04278-4. Illustration: Evangelische Verlagsanstalt Leipzig

1522 hielt Martin Luther in der Schlosskirche zu Weimar zwei Predigten, aus denen seine Schrift »Von weltlicher Obrigkeit« (1523) hervorging. Nachhaltig haben dieser theologische Impuls und die Reformen des Landesherrn in Weimar die Reformation des 16. Jahrhunderts gesellschaftlich, staats- und sozialpolitisch geprägt. Die Wirkungen von Luthers Obrigkeitslehre finden nicht nur Gestalt im dort früh entwickelten Landeskirchentum, sondern auch in der Übernahme von Verantwortung für Bildung, Wohlfahrt und Armenfürsorge. Symbolischen Ausdruck findet diese Gestalt der staatlichen Ordnung, die bis in die Moderne ausstrahlt, zum Beispiel in der Ikonographie der Herderkirche als Grablege der Ernestiner.

Das Buch spannt einen Bogen von der Grundlegung der Obrigkeitslehre in Weimar über ihre Wirkungen bis hin in die Moderne mit ihren spezifischen Fragestellungen.

Christopher Spehr, Michael Haspel, Wolfgang Holler (Hgg.): Weimar und die Reformation. Luthers Obrigkeitslehre und ihre Wirkungen, Leipzig 2016, 204 Seiten, ISBN 978-3-374-04278-4.

Bernd Schäfer, Ulrike Eydinger, Matthias Rekow (Hgg.): Fliegende Blätter. Die Sammlung der Einblattholzschnitte des 15. und 16. Jahrhunderts der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, 2 Bde., Gotha/Stuttgart 2016, Bd. 1: 448 Seiten, 681 Illus. in s/w.; Bd. 2: 600 Seiten, 681 farbige Illus., ISBN: 978-3-89790-413-2. Bernd Schäfer, Ulrike Eydinger, Matthias Rekow (Hgg.): Fliegende Blätter. Die Sammlung der Einblattholzschnitte des 15. und 16. Jahrhunderts der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, 2 Bde., Gotha/Stuttgart 2016, Bd. 1: 448 Seiten, 681 Illus. in s/w.; Bd. 2: 600 Seiten, 681 farbige Illus., ISBN: 978-3-89790-413-2. Illustration: Verlag Arnoldsche

Erstmals wird die Sammlung der Einblattholzschnitte der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, die zu den größten aus der Reformationszeit zählt, vollständig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wissenschaftlich fundiert erschlossen sowie mit Transkriptionen aller Blätter ausgestattet, liegt mit diesem Bestandskatalog ein Referenzwerk in zwei prachtvollen Bänden vor, das mit einer Fülle unveröffentlichter Drucke den sehr guten Erhaltungszustand sowie die thematische Geschlossenheit dieses einmaligen Konvoluts dokumentiert.
 
Die Publikationswelle des 16. Jahrhunderts machte die Reformation zu einem Medienereignis. Druckerzeugnisse aller Art überholten die bisherigen Kommunikationsprozesse. Neben gedruckten Büchern und Flugschriften erreichten illustrierte Flugblätter als leicht erschwingliche Informationsmedien besonders erfolgreich ihre Öffentlichkeit. Namhafte Künstler wie Hans Sebald Beham, Lucas Cranach d.Ä., Lucas Cranach d.J., Albrecht Dürer, Michael Ostendorfer, Georg Pencz und Niklas Stör fertigten die Holzschnitte für diese Einblattdrucke, die das politische, religiöse und gesellschaftliche Geschehen ihrer Zeit thematisieren. Porträts von Protagonisten wie Luther und Melanchthon, Karl V. und Johann Friedrich dem Großmütigen, aber auch Fabeln und Sprichwörter sowie Berichte über Wunder und Himmelserscheinungen, Missbildungen, Katastrophen und Verbrechen fanden ihre Plattform in den Blättern.
Einen reichen Schatz reformationsgeprägter Druckgrafik bietet eine der größten deutschen Sammlungen von illustrierten Einblattdrucken im Schlossmuseum der Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha, deren Anfänge in das 16. Jahrhundert zurückreichen. Einst als reine Gebrauchsgüter rezipiert, gilt der Gothaer Bestand von rund 700 aus den Jahren 1480 bis 1599 stammenden Flugblätter heute als einmalig. Er wird nun zum ersten Mal in seiner Gesamtheit publiziert.

Die Erschließung des Bestandes entstand im Rahmen der Arbeit der Projektgruppe Reformationsgeschichte unter Beteiligung der Theologischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha und der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha.

Bernd Schäfer, Ulrike Eydinger, Matthias Rekow (Hgg.): Fliegende Blätter. Die Sammlung der Einblattholzschnitte des 15. und 16. Jahrhunderts der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, 2 Bde., Gotha/Stuttgart 2016, Bd. 1: 448 Seiten, 681 Illus. in s/w.; Bd. 2: 600 Seiten, 681 farb. Illus., ISBN: 978-3-89790-413-2.

Thomas Seidel, Christopher Spehr (Hgg.): Das evangelische Pfarrhaus. Mythos und Wirklichkeit, Leipzig 2014, 224 Seiten, ISBN 978-3-374-03341-6. Thomas Seidel, Christopher Spehr (Hgg.): Das evangelische Pfarrhaus. Mythos und Wirklichkeit, Leipzig 2014, 224 Seiten, ISBN 978-3-374-03341-6. Illustration: Evangelische Verlagsanstalt Leipzig

Das evangelische Pfarrhaus genießt in der Öffentlichkeit großes Ansehen. Es wird als Hort der christlichen Erziehung und protestantischen Bildung gewürdigt und als Ort vorbildlicher Lebensweise geradezu verklärt. Für viele Menschen gilt das Pfarrhaus mit seiner Pfarrfamilie sogar als himmlische Institution. Während der Mythos Pfarrhaus weit verbreitet ist, sieht die Realität deutlich differenzierter aus. Namhafte Experten widmen sich diesem spannungsreichen Themenfeld, indem sie aus historischer, theologischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive die geschichtliche Entwicklung des evangelischen Pfarrhauses von seinen Anfängen im 16. Jahrhundert bis heute analysieren und die zeitgenössischen Veränderungen interpretieren.

Durch die interdisziplinären Forschungsbeiträge, die verschiedene Regionen Deutschlands berücksichtigen, entsteht ein facettenreiches Bild, das durch praktisch-theologische und kirchenleitende Reflexionen über die Zukunft des Pfarrhauses zur Diskussion anregen wird.

Thomas Seidel, Christopher Spehr (Hgg.): Das evangelische Pfarrhaus. Mythos und Wirklichkeit, Leipzig 2014, 224 Seiten, ISBN 978-3-374-03341-6.

Christopher Spehr (Hg.): Protestantische Bildungsakzente, (Reformation heute 1), Leipzig 2016, 222 Seiten, ISBN 978-3-374-03804-6. Christopher Spehr (Hg.): Protestantische Bildungsakzente, (Reformation heute 1), Leipzig 2016, 222 Seiten, ISBN 978-3-374-03804-6. Illustration: Evangelische Verlagsanstalt Leipzig

Protestantismus und Bildung sind aufeinander bezogen. Bildung wird gemeinhin sogar als Erkennungsmerkmal des Protestantismus bestimmt. Aber wie sehen die Bildungsakzente aus, die durch die Reformation angestoßen wurden? Welche wirkungsgeschichtlichen Traditionen entfalteten sie in der Geschichte des Protestantismus? Und welche Rolle spielen sie heute noch? Diesen und weiteren Fragen widmen sich die Beiträge des ersten Bandes der auf fünf Bände angelegten Konferenzreihe „Reformation heute“.

Durch die Konferenz, deren Auftakt 2013 auf der Wartburg in Eisenach stattfand, werden Impulse und Folgewirkungen der Reformation kritisch in den Blick genommen und mit heutigen Problemstellungen konkret ins Gespräch gebracht.

Zu Wort kommen ausgewiesene Experten aus Wissenschaft, Bildung, Kirche und Politik.

Christopher Spehr (Hg.): Protestantische Bildungsakzente, (Reformation heute 1), Leipzig 2016, 222 Seiten, ISBN 978-3-374-03804-6.

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