Thüringen trägt Kippa

FSU unterstützt Aktion gegen Judenhass und Israelfeindlichkeit

Wenn Israelis und Juden verbal oder körperlich angegriffen werden, weil sie Kippa tragen, dann sind alle Menschen angegriffen. Ein Zeichen der Gemeinsamkeit und Solidarität setzen will eine Aktion am Mittwoch, dem 25. April, in Erfurt. Unter dem Titel "Thüringen trägt Kippa" treffen sich alle um 10.30 Uhr an der Erfurter Mikwe, dem Ritualbad, bei der Krämerbrücke. Wer keine Kippa mitbringen kann, bekommt dort eine, auch Frauen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen dann gemeinsam den Weg durch die Innenstadt zur Synagoge der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen. Damit wird gezeigt, dass es dazu gehört und selbstverständlich bleibt, in Deutschland in der Öffentlichkeit eine jüdische Kopfbedeckung zu tragen.

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) unterstützt diese Aktivität. "Wir solidarisieren uns mit dieser Aktion", sagt Uni-Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal, "da Internationalität und Weltoffenheit Grundwerte der Universität sind, für die wir einstehen. Daher lehnen wir auch jede Form von Gewalt oder Diskriminierung ab."

Wer nicht nach Erfurt kommen kann, sollte aus Solidarität am Mittwoch sichtbar eine Kippa tragen und so ein wichtiges Zeichen setzen.