Marius Stachowski

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungspojekt "Diskriminierung von Christen in der DDR"
Marius Stachowski
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Diskriminierung von Christen in der DDR“
Raum 3040
Carl-Zeiss-Platz 16
07743 Jena
Vita Inhalt einblenden
  • 2012–2013:  Studium des Deutschen und Europäischen Wirtschaftsrechts (BA) an der Universität Siegen
  • 2013–2017: Studium Christliche Theologien in ökumenischer Perspektive und Geschichte (BA) an der Universität Siegen
    Thema der Abschlussarbeit: „‘Ein unbefangenes Ja und ein eindeutiges Nein.‘ Nachwende-Variationen der Geschichte der Evangelischen Kirchen in der DDR bei Heino Falcke und Manfred Stolpe“
  • 2017–2019: Studium Ev. Theologie und Geschichte (MA) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
    Thema der Abschlussarbeit: „Johannes Kromayer (1576 – 1643). Theologe und Reformer“
  • seit 2020: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Diskriminierung von Christen in der DDR am Beispiel der Bausoldaten in den 1960er Jahren“ (Prof. Dr. Christopher Spehr, Lehrstuhl für Kirchengeschichte, Universität Jena)
  • seit 2020: Dissertationsprojekt: „Das Theologische Seminar Leipzig als Träger alternativer Öffentlichkeit in der DDR (1964 – 1992)“ (Betreuung: Prof. Dr. Veronika Albrecht-Birkner, Lehrstuhl für Kirchengeschichte, Universität Siegen)
Dissertationsthema Inhalt einblenden

Das Theologische Seminar Leipzig als Träger alternativer Öffentlichkeit in der DDR (1964–1992)

Die Existenz theologischer Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft in der DDR stellte angesichts der konsequent atheistischen Ideologie des SED-Staates und deren Relevanz gerade im Bildungswesen ein Paradox dar. Das Projekt untersucht die Geschichte des Theologischen Seminars Leipzig als neben dem Sprachenkonvikt in Berlin und dem Katechetischen Oberseminar in Naumburg vom SED-Staat unabhängige kirchliche Hochschule in der DDR unter dem Aspekt der Relevanz dieser Institution als Träger alternativer Öffentlichkeit in der DDR. Auf dem Weg zum Pfarramt waren die kirchlichen Hochschulen eine Studienalternative zu den Theologischen Fakultäten an den staatlichen Universitäten. Somit galt das Theologische Seminar für viele Studierende als Raum freien Denkens in einer staatlich kontrollierten Gesellschaft. Das Projekt nähert sich dem Untersuchungsgegenstand in drei miteinander zu verschränkenden analytischen Dimensionen, mit Hilfe derer diese Institution in ihrer Spezifik sowie in ihren Wechselbeziehungen mit anderen kirchlichen Institutionen und mit der DDR-Gesellschaft fassbar wird. Dies betrifft zum einen die Dimension des theologischen Profils innerhalb der evangelischen Kirchen in der DDR und in Relation zur EKD (Theologie), zum anderen die Dimension interner Regeln und Mechanismen im Verhältnis zur zentralistischen staatlichen Ordnung (Autonomie) und drittens die Dimension interner sowie externer politischer und kirchlicher Abgrenzungen und Konfliktverläufe (Dissens). Ziel des Projekts ist eine monographische Darstellung der Geschichte des Theologischen Seminars. Es leistet einen Beitrag zur Erforschung der Genese alternativer Öffentlichkeiten in Abgrenzung zur staatlich kontrollierten Öffentlichkeit in der DDR und somit der Herausbildung ostdeutscher Identitäten. Es liegen bereits umfangreiche Vorarbeiten vor. So sind in den entsprechenden kirchlichen und staatlichen Archiven relevante Bestände recherchiert und Interviews mit ehemaligen Dozierenden und Studierenden geführt worden.

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