Tagung: „Landeskirche ohne Landesherrn“

Landeskirche ohne Landesherrn

Neuanfänge und Kontinuitäten der evangelischen Kirchen in der Zeit der Weimarer Republik

Gemeinsame Tagung mit der Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte e.V., dem Verein für Kirchengeschichte der Kirchenprovinz Sachsen e.V. und dem Arbeitskreis Deutsche Landeskirchengeschichte. 29.-31. August 2019 Weimar, Herderzentrum

Mit dem Ende des Landesherrlichen Kirchenregiments 1918 standen die evangelischen Kirchen vor umwälzenden Herausforderungen. Obwohl in Kirche und Theologie schon länger über eine Ausdifferenzierung von Kirche und Staat diskutiert worden war, trat nun der organisatorische Ernstfall ein. In der Weimarer Reichsverfassung von 1919 wurde die Trennung von Kirche und Staat rechtlich festgeschrieben.

Wie aber reagierten die Kirchen? Wie vollzogen und gestalteten sie den „Umbruch“ in die landeskirchliche „Selbstständigkeit“? Welche Kontinuitäten blieben erhalten? Welche Ordnungen und Strukturen gaben sich die einzelnen Kirchen? Wie gingen die deutschsprachigen Auslandskirchen mit der Situation um? Weil zudem die in Weimar getroffenen staatsrechtlichen Regularien die religionsrechtliche Grundlage für das Miteinander von Staat und Kirche bis heute darstellen, gilt es zu fragen, wie sich dieses Verhältnis in den 28 Landeskirchen in den 1920er Jahren gestaltete.

Diesen und weiteren Fragen sucht die wissenschaftliche Tagung am historisch bedeutsamen Ort in vergleichender Perspektive exemplarisch nachzuspüren. Nach einem Einleitungsvortrag aus ideengeschichtlicher und politikwissenschaftlicher Sicht am Donnerstagabend werden am Freitagvormittag verschiedene Unionskirchen in den Blick genommen, bevor am Freitagnachmittag einzelne deutsch evangelische Auslandskirchen thematisiert werden. Am Abend wird es einen Überblicksvortrag zum Deutschen Evangelischen Kirchenbund geben. Der Samstagvormittag rückt zwei kleinere Landeskirchen in den Mittelpunkt, um anschließend zwei mitteldeutsche Landes- bzw. Provinzialkirchen zu akzentuieren. Die Tagung ist zugleich die Jahrestagung des Arbeitskreises Deutsche Landeskirchengeschichte.

Programm:

Den Tagungsflyer mit ausführlichem Programm finden Sie hier.

Bei inhaltlichen Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Universitätsprofessor Dr. Christopher Spehr

Tagungsort:

Herderzentrum | Herderplatz 6 | 99423 Weimar

Tagungsbeitrag:

Für Unkosten und Verpflegung wird ein Beitrag von 30€ erhoben.

Anmeldung:

Bitte bis spätestens 10. August 2019 an:

Lehrstuhl für Kirchengeschichte
z.H. Frau Petra Richter
Theologische Fakultät
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 6 | 07743 Jena
E-Mail:
Tel.: 03641 / 941136 | Fax: 03641 / 941137

Übernachtung:

Wenige Übernachtungsmöglichkeiten stehen im Hostel a&o, Buttelstedter Str. 27c, Weimar zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich hierzu direkt bei der Anmeldung an Frau Richter oder kontaktieren Sie die Weimar Touristik: https://www.weimar.de/tourismus/

Veranstalter:

  • Lehrstuhl für Kirchengeschichte der Theologischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte e.V.
  • Verein für die Kirchengeschichte der Kirchenprovinz Sachsen e.V.
  • Arbeitskreis Deutsche Landeskirchengeschichte