Das Lied der Debora (Gustave Doré)

Biene oder Wespe?

Debora in patristischer und rabbinischer Rezeption. Vortrag von Prof. Dr. Agnethe Siquans (Wien)
Das Lied der Debora (Gustave Doré)
Foto: Commons Wikipedia
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Veranstaltungseckdaten

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Beginn
Ende
Veranstaltungsarten
Vortrag
Ort
Theologische Fakultät
Fürstengraben 6, SR E003
07743 Jena
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Im Rahmen
Gefördert von BMFTR-Projekt "Gender in Focus"
Es referiert
Prof. Dr. Agnethe Siquans
Organisiert von
Dr. Barbara Beyer
weiterführender Link
Weitere Informationen
Veranstaltungssprache
Deutsch
Barrierearmer Zugang
nein
Öffentlich
ja
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Zum Vortrag

Debora ist eine ungewöhnliche Frau im Alten Testament: Richterin, Prophetin, Heerführerin. Die Kirchenväter und Rabbinen setzen sich in vielfältiger Weise mit ihr auseinander, wohlwollend, manchmal aber auch kritisch. In patristischen Texten wird Debora als Prophetin rezipiert, die als fleißige Biene – so die Bedeutung des Namens „Debora“ – den Honig des göttlichen Wortes produziert. Auch ihre außergewöhnliche Rolle im Kampf gegen die Kanaanäer wird thematisiert und legitimiert. Die rabbinischen Texte zählen Debora ebenfalls unter die prophetischen Frauen. Sie wird im Talmud aber auch kritisch betrachtet und ihr Name wird als „Wespe“ übersetzt. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Vielfalt der frühjüdischen und frühchristlichen Interpretation dieser biblischen Gestalt.