Reformationsjubiläum 2017

2017 jährt sich die Veröffentlichung der 95 Thesen zum Ablass durch Martin Luther zum fünfhundertsten Mal. Dieses, auf den 31. Oktober 1517 datierte Ereignis gilt allgemein als Ausgangspunkt der Reformation im 16. Jahrhundert, die in ihren facettenhaften Gestalten zur Ausbildung der evangelischen Kirchenwesen führen sollte. 

Die Theologische Fakultät Jena und insbesondere der Lehrstuhl für Kirchengeschichte leisten mit ihren wissenschaftlichen Forschungen und fächerübergreifenden Zugängen kritische und konstruktive Beiträge zur Geschichte und Theologie der Reformation im Vor- und Umfeld der auf 2017 ausgerichteten "Reformationsdekade". So sind in enger interdisziplinärer Kooperation zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der fakultären Fachbereiche in die Forschungsarbeit zur Reformation involviert. Neben wissenschaftlichen Publikationen finden die Forschungen ihren Niederschlag sowohl in der akademischen Lehre als auch in Einzelvorträgen, Workshops, nationalen und internationalen Tagungen.

Um die Wahrnehmung der interdisziplinären Reformationsforschung an der Friedrich-Schiller-Universität in einem übergreifenden Kontext zu sichern, wurde Prof. Dr. Christopher Spehr zum Rektoratsbeauftragten für das Reformationsjubiläum ernannt. Er koordiniert in enger Abstimmung mit dem Rektorat verschiedene Projekte zur Reformation an der Universität und im mitteldeutschen Universitätenverbund. Im Miteinander mit den Universitäten Halle-Wittenberg, Leipzig und Jena werden Forschungsprojekte zu den Wirkungen der Reformation kreiert und auf einen gemeinsamen Kongress im Jahr 2017 hin akzentuiert.

Auf der Ebene des Freistaates Thüringen wurde zur Kooperation der Reformationsforschung 2012 die "Projektgruppe Reformationsgeschichte" gegründet, zu der neben der Universität Jena und der Universität Erfurt mit ihrer Forschungsbibliothek Gotha die Stiftung Schloss Friedenstein gehören. Der "Initiativkreis Wissenschaft und Kirche" der Universität Jena, in dem Vertreter der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, der Thüringer Forschungsinstitutionen und der Jenaer Fakultäten regelmäßig zusammenkommen, dient der Anregung und dem gegenseitigen Austausch zu wissenschaftlichen und kirchlichen Projekten im Rahmen der Reformationsdekade.

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