Lehrstuhl für Kirchengeschichte

Dr. Roland M. Lehmann

Roland Lehmann
Dr. Roland Lehmann
Wiss. Mitarbeiter Kirchengeschichte
Theologische Fakultät
Fürstengraben 6, Raum 206
07743 Jena
Sprechzeiten: nach Vereinbarung
Telefon: +49 3641-9-41139
Fax: +49 3641-9-41172
E-Mail:
Lehrveranstaltungen

Einen ausformulierten Text zur Vorstellung meiner Person im Rahmen einer Veranstaltung finden sie hier.

Persönliche Daten

geboren am 05. Oktober 1973 in Bückeburg
verheiratet

Wissenschaftliche Assistenz

Seit 09/2013-08/2014 am Lehrstuhl für Kirchengeschichte bei Prof. Christopher Spehr
Vom 09/2012 bis 08/2013 am Lehrstuhl für Systematische Theologie bei Prof. Miriam Rose

Pfarramt

Seit 09/2016 Pfarrer in der Evangelischen Kirche Naumburg (Saale) Naumburg am Dom
09/2012-08/2014 Pfarrer in der Evangelischen Kirche Naumburg (Saale) Naumburg am Dom

Siehe unter http://www.evangelische-kirche-naumburg.de

Promotion

10/2003-12/2011 Promotion an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Thema: »Die Transformation des Kirchenbegriffs in der Frühaufklärung«
Erstgutachter: Prof. Dr. Ulrich Barth (Halle); Zweitgutachter: Prof. Michael Germann (Halle), Drittgutachter: Prof. Arnulf von Scheliha (Osnabrück)
Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt: 01.10.2003 bis 30.09.2006
Note: Summa cum laude (1,1), alle drei Gutachten bewertet mit der Note 1,0.

Vikariat

09/2009-04/2012 Vikariat in der Evangelischen Kirchengemeinde Naumburg am Dom

Mentor: Domprediger Michael Bartsch
Ausbildung im Predigerseminar Wittenberg sowie im Pädagogisch-theologischem Institut in Drübeck und Neudietendorf

Inspektorenamt

05/2003-08/2009 Inspektor der Stiftung »Reformiertes Convict« Halle (Saale)

Geschäftsführung, Leitung und Verwaltung des Wohnhauses für Studierende der evangelischen Theologie und anderer Fächer
Inhaltliche Gestaltung von wöchentlichen Übungen theologischer und philosophischer Themen
Seelsorgerliche Begleitung und Studierendenbetreuung
Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
Planung und Realisierung des Umweltmanagementsystems (Grüner Hahn mit EMAS-Zertifizierung

Studium der Theologie

10/1994-02/2003 Evangelische Theologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Kirchliches Examen an der Ev. Landeskirche Schaumburg-Lippe
Thema der Diplomarbeit: »Das Kirchenverständnis in Immanuel Kants ›Religionsschrift‹ (1793) im Zusammenhang ekklesiologischer Positionen aufklärerischer Theologie«

Studium der Philosophie

10/1995-01/2003 Magister Philosophie (1. Hauptfach), Theologie (2. Hauptfach) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Thema der Magisterarbeit: »Die Entwicklung der Zeittheorie Martin Heideggers im Kontext der klassischen Zeittheorien von Aristoteles, Augustinus, Immanuel Kant und Edmund Husserl«
Erstgutachter: Prof. Jürgen Stolzenberg (Halle)

Universitätspolitische Tatigkeiten

09/1998-07/2000 Stellvertretendes Mitglied im Senat der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
10/1997-03/2000 Mitglied des Fakultätsrats der Theologischen Fakultät
10/1997-03/2000 Mitglied des Fachschaftsrats der Theologischen Fakultät

Auslandsaufenthalt

08/1993-07/1994 Auslandspraktikum in Südafrika/Phokeng als Praktikant des Evangelischen Missionswerkes Herrmannsburg

Ausformulierter Text zur Vorstellung im Rahmen einer Veranstaltung

Dr. Roland Markus Lehmann ist seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena bei Prof. Christopher Spehr und gleichzeitig Pfarrer am Naumburger Dom. Geboren in Bückeburg, absolvierte er ein einjähriges Praktikum in Südafrika und begann 1994 sein Studium in Halle, das er mit dem Magister der Philosophie (1. Hauptfach) und dem kirchlichen Examen 2003 abschloss. Fünf Jahre lang leitete er als Geschäftsführer und Inspektor das Reformierte Convict in Halle. Während seines Vikariates in Naumburg wurde er 2011 promoviert. Seine Dissertation, die von Prof. Ulrich Barth betreut wurde, trägt den Titel »Die Transformation des Kirchenbegriffs in der Frühaufklärung«, erschienen in der Reihe Jus Ecclesiasticum bei Mohr Siebeck. Neben seiner Entsendungszeit als Pfarrer am Naumburger Dom war er ein Jahr lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Jena bei Prof. Dr. Miriam Rose am Lehrstuhl für  Systematischen Theologie. Zur Zeit befindet er sich kurz vor dem Abschluss seiner Habilitationschrift. Sie trägt den Titel: »Reformation auf der Kanzel. Luther Predigten außerhalb Wittenbergs«.

 

 

Monographien

  • Die Transformation des Kirchenbegriffs in der Frühaufklärung, in der Reihe: Jus Ecclesiasticum. Beiträge zum evangelischen Kirchenrecht und zum Staatskirchenrecht, hg. v. Axel Frhr. von Campenhausen, Martin Heckel u.a., Bd. 99, Mohr Siebeck, Tübingen 2013, XI, 428 S.

Aufsätze

  • Religionssoziologische und christentumstheoretische Perspektiven der Aufklärungstheologie. Der Kirchenbegriff bei Semler, Teller und Kant, in: Roderich Barth/Andreas Kubik/Arnulf von Scheliha (Hg.): Erleben und Deuten. Dogmatische Reflexionen im Anschluss an Ulrich Barth. Festschrift zum 70. Geburtstag, Mohr Siebeck, Tübingen 2015, S. 273–304.
  • Luthers Naturrechtsverständnis, in: Zeitschrift für evangelisches Kirchenrecht 60 (2015), S. 369–408.
  • Naturrecht, in: Rochus Leonhardt/Arnulf von Scheliha (Hg.): Hier stehe ich, ich kann nicht anders! Zu Martin Luthers Staatsverständnis (Staatsverständnisse 82), Nomos, Baden-Baden 2015, S. 169–212.

Rezensionen

  • Rez. über ›Jonathan Mumme: Die Präsenz Christi im Amt. Am Beispiel ausgewählter Predigten Martin Luthers, 1535–1546 (Refo500 Academic Studies 21), Göttingen 2015, 403 S.‹, in: Lutherjahrbuch 83 (2016), S. 288–290.
  • Rez. über ›Armin Kohnle u. Siegfried Bräuer: Von Grafen und Predigern. Zur Reformationsgeschichte des Mansfelder Landes, Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2014, 377 S.‹, in: Theologische Literaturzeitung 141 (2016), S. 637–639.
  • Rez. über ›Malte van Spankeren: Johann August Nösselt (1734-1807). Ein Theologe der Aufklärung (Hallesche Forschungen 31), Verlag der Franckeschen Stiftungen, Halle 2012, XIII. 367 S.‹, in: Pietismus und Neuzeit 41 (2015), S. 279–281.
  • Rez. über ›Matthias Paul: Johann Anastasius Freylinghausen als Theologe des hallischen Pietismus (Hallesche Forschungen 36), Verlag der Franckeschen Stiftungen, Halle 2014, VIII. 512 S.‹, in: Pietismus und Neuzeit 41 (2015), S. 272–274. 
  • Rez. über ›Fabian Wittrock: Christentum und Menschenrechte. Schöpfungs- oder Lernprozess?, Mohr Siebeck, Tübingen 2013, VIII. 119. S.‹, in: Zeitschrift für evangelisches Kirchenrecht 59 (2014), S. 224–226.
  • Rez. über ›Gerlinde Huber-Rebenich (Hg.): Lehren und Lernen im Zeitalter der Reformation, in der Reihe: Spätmittelalter, Humanismus, Reformation, hg. v. Volker Leppin, Bd. 68, Mohr Siebeck, Tübingen 2012, XI, 263 S.‹, in: Lutherjahrbuch 80 (2013), S. 321–323.
  • Rez. über ›Thomas Hahn: Staat und Kirche im deutschen Naturrecht. Das natürliche Kirchenrecht des 18. und 19. Jahrhunderts (ca. 1680 bis ca. 1850), in der Reihe: Jus Ecclesiasticum, Bd. 98, Tübingen 2012, XI. 421 S.‹, in: Zeitschrift für evangelisches Kirchenrecht 58 (2013), S. 110–112.
  • Rez. über ›Renate Schulze: Justus Henning Böhmer und die Dissertationen seiner Schüler, in der Reihe: Jus Ecclesiasticum, Bd. 90, Tübingen 2009, X .213 S.‹, in: Sehepunkte 10 (2010), Nr. 7/8, [www.sehepunkte.de/2010/07/17367.html].

Weitere Beiträge

  • Tagungsbericht: Herder – Luther, Das Erbe der Reformation in der Weimarer Klassik, in: Zeitschrift des Vereins für Thüringische Geschichte und Altertumskunde 71 (2017), 337–342.
  • Zeitungsartikel ›Geduld mit Gott‹, in: Naumburger Tageblatt vom 13./14. Mai 2017, S. 11.
  • Karl Heussi – Die Gelassenheit des Historischen in unruhigen Zeiten, in: Christopher Spehr u. Joachim Bauer (Hg.): Orte der Reformation – Jena, Leipzig 2017, S. 56.
  • Tagungsbericht: Herder – Luther. Das Erbe der Reformation in der Weimarer Klassik, 9.–12. Februar 2017, Weimar, in: H-Soz-Kult, 15.06.2017, [http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/index.asp?pn=tagungsberichte&view=pdf&id=7092]
  • Zeitungsartikel ›Ein Trostspender, mitunter ein Leben lang‹, in: Naumburger Tageblatt vom 20./21. Januar 2017, S. 10.
  • Tagungsbericht: Friedrich Myconius (1490–1546). Vom Franziskanerbruder zum Reformator Thüringens, 7. bis 9. April 2016, Gotha, in: H-Soz-Kult, 15.06.2017, [http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/index.asp?pn=tagungsberichte&view=pdf&id=6588].
  • Tagungsbericht: Reformationsraum Thüringen? Faktoren, Funktionen und Konzeptionen der mitteldeutschen Reformation, 29.01.2016, Jena, in: H-Soz-Kult, 14.04.2016, [http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/index.asp?pn=tagungsberichte&view=pdf&id=6484|.
  • Meine erste Predigt, in: Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Bückeburg (Hg.): Erbauung erleben. 400 Jahre Stadtkirche Bückeburg, Bückeburg 2015, S. 137.
  • Bekenntnis, Toleranz und Wahrheit - ein Résumé (der zweiten Podiumsdiskussion), in: Albrecht Lindemann / Rainer Rausch / Christopher Spehr (Hg.): Toleranz und Wahrheit. Philosophische, theologische und juristische Perspektiven, in der Reihe: Anhalt[er]kenntnisse, Bd. 1, Lutherisches Verlagshaus, Hannover 2014, S. 242–252.
  • Zeitungsartikel ›Pfingsten vernetzt‹, in: Naumburger Tageblatt vom 26. Mai 2012, S. 10.
  • Predigt über Röm. 6, 1-11 zum Thema "Der neue Mensch" vom 19. April 2009, in: Jörg Ulrich (Hg.): Hallesche Universitätspredigten, SoSe 2009, WS 2009/2010, SoSe 2010, Bd. XI, Halle-Wittenberg 2011, S. 15–20.

Unveröffentlichte Vorträge

  • Kirche glauben! Luthers Ekklesiologie in seiner Schrift „Vom Papsttum zu Rom“ (1520), Vortrag im Seminar "Ekklesiologie beim frühen Luther | Luther‘s early ecclesiological writings" auf dem 13. Internationaler Kongress für Lutherforschung „1517. Luther zwischen Tradition und Erneuerung“ vom 30. Juli bis 4. August 2017 in Wittenberg.
  • Luthers Taufpredigt im Hause Cordatus am  8. August 1532 in Niemegk, Vortrag am 1. August 2017 in der St. Johannis-Kirche Niemegk. 
  • Vom reichen Pfarrer zum armen Bischof. Die Naumburger Einführung des ersten evangelischen Bischofs Nikolaus von Amsdorf vor 475 Jahren, auf der Tagung „Reformatio et memoria. Teil 1: Die lutherische Reformation in ihren Kernländern“ vom 12. bis 14. Juni 2017 in Jena.
  • gemeinsam mit Prof. Dr. Christopher Spehr: Herders Stellung in der Theologiegeschichte. Vortrag auf der Tagung „Herder – Luther. Das Erbe der Reformation in der Weimarer Klassik“ am 9. bis 12. Februar 2017.
  • Karlstadts Wirken in Orlamünde, öffentlicher Vortrag am 18. November 2015 im Rahmen des Geschichts- und Heimatvereins Rothenstein/Oelknitz e.V., in Orlamünde.
  • Luthers Predigten in Kemberg, öffentlicher Vortrag am 16. November 2015, im Ratskeller Kemberg.
  • Luthers mediale Strategien zu Beginn der Reformation in Erfurt, gehalten am auf der Tagung: Die Reformation und ihre Medien. Mediale Strategien im Umkreis der Wettiner im 16. Jahrhundert, vom 30. September bis 2. Oktober 2013 auf Schloss Friedenstein Gotha.

Forschungsschwerpunkte

  • Martin Luther als Prediger (Predigtweise, Inhalte, Kasualien, Überlieferung)
  • Städtische und regionalspezifische Reformationsgeschichte (Erfurt, Wittenberg, Kemberg, Niemegk, Leipzig)
  • Theologie der Aufklärung (Herbert von Cherbury, Gottfried Wilhelm Leibniz, Johann Lorenz von Mosheim, Wilhelm Abraham Teller, Immanuel Kant)
  • Hallenser Pietismus und Hallenser Neologie (Christian Thomasius, Johann Salomo Semler)
  • Kirchenrechtsgeschichte (Hugo Grotius, Samuel von Pufendorf, Matthäus Pfaff)
  • Methoden und Enzyklopädie der historischen Wissenschaft (Johann Gustav Droysen, Karl Heussi)

Habilitationsprojekt

  • Reformation auf der Kanzel. Luthers Predigten außerhalb Wittenbergs.

Lehrveranstaltungen

  • Grundkurs Dogmen- und Theologiegeschichte
    Wintersemester 2017/18
    Übung im Fach Kirchengeschichte (zweistündig)

    Beschreibung
    Die Dogmen- und Theologiegeschichte erlaubt einen Einblick in die Entwicklung des christlichen Selbstbewusstseins (Walther Köhler). In ihr kommen die Lehren, Auffassungen und Gedanken zum Vorschein, die das Wesen des Christentums bestimmen. Bis in die Gegenwart haben die Probleme, die damals formuliert wurden, kaum an Relevanz für das heutige Verständnis des christlichen Glaubens verloren. Im Grundkurs wird eine Orientierung über die 2000-jährige Entwicklung gegeben. Dies geschieht durch ausgewählte Themenbereiche aller kirchengeschichtlicher Epochen. In jeder Sitzung wird der jeweilige Stoff anhand von Quellen vertiefend behandelt. Die Mitarbeit durch vorbereitende Lektüre und Kurzreferate wird voraussgesetzt. Zur Ergänzung empfohlen wird der Besuch der Vorlesung zur Kirchen- und Theologiegeschichte des Mittelalters (KG II).

  • Reformatoren des Glaubens – Der Römerbrief bei Paulus, Martin Luther, Philipp Melanchthon und Karl Barth
    Sommersemester 2017
    Übung im Block

    Beschreibung
    Der Römerbrief zählt zu den zentralen Texten des Neuen Testaments. In ihm träumt der „Reformator des Judentums“ (Gerd Theißen) von einer individuellen und sozialen Erneuerung der jüdischen Religion. Martin Luther, Philipp Melanchthon und Karl Barth haben im Dialog mit diesem Bibeltext ihre wichtigsten theologischen Erkenntnisse gewonnen und damit für neue Aufbrüche im Glauben gesorgt. Die Übung konzentriert sich auf die zeitbedingte Interpretation und Auslegungsgeschichte dieser theologischen Programmschrift mit dem Willen zur epochalen Deutungsmacht. Die Blockveranstaltung ist ein Kooperationsprojekt, an der Studierende aus Berlin, Münster, Kiel, Köln/Bonn, Leipzig, Wuppertal, und Jena teilnehmen. Gemeinsam mit Prof. Notger Slenczka, Prof. Dietrich Korsch, Prof. Johannes Schilling, Prof. Cornelia Richter, Prof. Hartmut Kohnle, Prof. Hellmut Zschoch werden 50 Studierende vom 6.–8. Juni in der Wittenberger Leucorea zusammenkommen, um in Vorträgen und Seminaren das Thema zu bearbeiten.
  • Luthers Kirchenbegriff
    Wintersemester 2016/17
    Übung im Fach Kirchengeschichte (zweistündig)

    Beschreibung
    Bereits der große Rechtsgelehrte Samuel von Pufendorf hat als einer der ersten die Meinung vertreten, dass letztlich nicht die Rechtfertigungslehre, nicht das Abendmahlsverständnis, nicht die Messopfertheologie, ja selbst nicht das Papstamt diejenigen Streitpunkte sind, die katholische und evangelische Konfession prinzipiell voneinander trennen. Vielmehr liegt der unüberwindbare Gegensatz in den verschiedenen Auffassungen über das Wesen und die Erscheinung von Kirche. Daher soll aus Anlass des 500-jährigen Reformationsjubiläums 2017 Luthers Kirchenbegriff mit Blick auf dessen Genese und Gehalt untersucht werden. Hierzu sind die klassischen ekklesiologischen Schriften Luthers heranzuziehen, wie die ‚Adelsschrift‘ (1520), die ‚Obrigkeitsschrift‘ (1523) und die ‚Konzilsschrift‘ (1539). Thematisch passend werden Materialien zur praktischen Anwendung im Schulunterricht und in der Gemeindearbeit vorgestellt. 

  • Grundkurs Kirchengeschichte
    Sommersemester 2016
    Übung im Fach Kirchengeschichte (zweistündig)

    Beschreibung
    In der Veranstaltung wird eine Orientierung über 2000 Jahre Kirchengeschichte geboten. Sie erhalten einen Eindruck von zentralen Ereignissen, bedeutenden Personen und spannenden Entwicklungen der Kirchengeschichte. Dies geschieht an ausgewählten Themenbereichen aller kirchengeschichtlicher Epochen. In jeder Sitzung wird das jeweilige Thema anhand ausgewählter Quellen vertiefend behandelt. Die Mitarbeit durch vorbereitende Lektüre wird erwartet.

  • Adolf von Harnacks „Wesen des Christentums“
    Sommersemester 2016
    Übung im Fach Kirchengeschichte (zweistündig)

    Beschreibung
    Adolf von Harnack gehört zu den bedeutendsten Historikern gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Wintersemester 1899/1900 hielt er sein Vorlesungen zum ‚Wesen des Christentums‘. Das daraus entstandene Buch gehört zu den wenigen theologischen Klassikern und steht zugleich für eine nach wie vor unabgegoltene historische und systematische Durchdringung der christlichen Religion. In dieser Übung soll der Text vor dem Hintergrund der kirchen- und theologiegeschichtlichen Fragestellungen seiner Zeit und unserer Gegenwart interpretiert und diskutiert werden. Thematisch passend werden Materialien zur praktischen Anwendung im Schulunterricht und in der Gemeindearbeit vorgestellt.

  • Arndt, Spener, Francke – Die Anfänge des lutherischen Pietismus in Deutschland
    Wintersemester 2015/16
    Proseminar im Fach Kirchengeschichte (zweistündig)

    Beschreibung
    Der Erbauungsschriftsteller Johann Arndt, der »Vater des Pietismus« Philipp Jakob Spener und der große Pädagoge August Hermann Francke zählen zu den wichtigsten Gestalten des lutherischen Pietismus in Deutschland. Anhand der Lektüre von ausgewählten Primärquellen soll das Denken und der jeweilige historische Kontext dieser Männer genauer untersucht werden, um hierdurch exemplarisch die Interpretation schwerer Texte und den historischen Umgang mit verschiedenen Quellengattungen einzuüben. Parallel hierzu erfolgt eine Einführung in die grundlegenden Methoden der Kirchen- und Theologeschichte sowie der Geschichtswissenschaft im Allgemeinen. Zusätzlich werden im Seminar Materialien zur praktischen Anwendung im Schulunterricht und in der Gemeindearbeit vorgestellt.

  • Einführung in das Studium der Theologie
    Wintersemester 2015/16
    Kurs im Rahmen des Propädeutikums (zweistündig)

    Beschreibung
    Wie zitiere ich richtig? Wo finde ich die passende Literatur? Was kann ich tun, um meine Lesegenauigkeit und Lesegeschwindigkeit zu erhöhen? Wie formuliere ich Protokolle? Was benötige ich, um erfolgreich ein Referat zu halten? Welche Techniken zum Gedächtnistraining gibt es? Wie schreibe ich eine Seminararbeit? Was ist ein guter wissenschaftlicher Stil? Welche Herausforderungen erwarten mich in den exegetischen, historischen, systematischen, religionswissenschaftlichen und praktisch-theologischen Fächern? Diese und weitere Fragen sollen im Einführungskurs zur Methodik und Enzyklopädie des Theologiestudiums beantwortet werden. Hierzu erfolgt eine Studienberatung in der ersten Sitzung. Im Laufe des Kurses werden die Professoren sich und ihre Fächer vorstellen und den Studierenden Gelegenheit zum Gespräch bieten. Ferner werden die grundlegenden Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens eingeübt und angewendet werden. Dies geschieht durch ein kleines Projekt zur Lehre und Forschung in der theologischen Fakultät Jena nach 1945. Der Einführungskurs wird bis Weihnachten abgeschlossen sein, damit man sich im Januar und Februar auf die bevorstehenden Prüfungen konzentrieren kann. Zum Ausgleich wird es mindestens eine Blockveranstaltung an einem Wochenende im November geben, deren Termin gemeinsam besprochen wird.

  • Martin Luther und die Anfänge der Reformation
    Sommersemester 2015
    Proseminar im Fach Kirchengeschichte (zweistündig)

    Beschreibung
    »Es begann mit Hammerschlägen.« Dieses Bild prägt bis heute das historische Selbstverständnis jener ereignisvollen Epoche. Beim genauen Hinsehen jedoch, wird deutlich, dass man nicht monokausal und in der Fixierung auf einen bestimmten Zeitpunkt von einem einzigen Anfang der Reformation sprechen kann. Vielmehr handelt es sich um eine komplexe und vielgestaltige Aufbrauchsbewegung mit mehreren Anfängen je nach historischer Perspektive, freilich mit Martin Luther als ersten Urheber. Das Proseminar will daher den Blick auf die verschiedenen Anfänge in der Entwicklung Luthers lenken und dabei den Umgang mit dem wissenschaftlichen Instrumentarium und den grundlegenden Methoden der Kirchenhistorie einüben sowie die Handhabung und Interpretation verschiedener Quellengattungen vermitteln. Daneben werden im Seminar Materialien zur praktischen Anwendung im Schulunterricht und in der Gemeindearbeit vorgestellt.

  • Was ist Kirchengeschichte? Klassische Entwürfe zur Grundlegung einer theologischen Disziplin
    Sommersemester 2015
    Übung im Fach Kirchengeschichte (zweistündig)

    Beschreibung
    Das Studium der Kirchengeschichte – die kritische Erforschung und Betrachtung des Christentums durch zwanzig Jahrhunderte – ist eine wichtige Voraussetzung nicht nur der Theologie, sondern auch vieler anderer Fächer (Manfred Heim). Doch worin besteht der Unterschied zwischen der profanen Geschichtsforschung und der Kirchenhistorie? Wie fügt sich die Kirchengeschichte in den Fächerkanon der Theologie? Was unterscheidet die Geistes- von den Naturwissenschaften? Solche und ähnliche Fragen werden im Seminar anhand klassischer Entwürfe zur Methodik und Enzyklopädie der (Kirchen-)Geschichtsschreibung thematisiert. Grundlegende Texte wie Friedrich Schleiermachers »Enzyklopädie«, Ernst Troeltschs Kritik am Historismus, Wilhelm Diltheys Unterscheidung von Natur- und Geisteswissenschaften sowie Gustav Droysens »Historik« stehen im Zentrum. Die Übung eignet sich als methodische Vertiefung des KG-Proseminars. Nebenbei werden Materialien zur praktischen Anwendung der Themen im Schulunterricht und in der Gemeindearbeit vorgestellt.

  • Martin Luther als Prediger
    Wintersemester 2014/15
    Proseminar im Fach Kirchengeschichte (zweistündig)

    Beschreibung:
    Wie kaum ein anderer Theologe vor ihm wirkte Martin Luther auf der Kanzel. Die Predigten »des größten Redners der evangelischen Kirche« (Eduard Jonas) waren für ihn das bevorzugte Mittel, die Menschen unmittelbar zu erreichen und sie von seinen reformatorischen Ansichten zu überzeugen. Nicht nur in der Wittenberger Gemeinde, sondern auch in zahlreichen anderen Orten setzte er durch seine Kanzelauftritte wesentliche Impulse zur Ausbreitung und Durchsetzung der Reformation im mitteldeutschen Raum. Das Proseminar will den Blick auf verschiedene Aspekte Luthers als Prediger lenken und dabei den Umgang mit dem wissenschaftlichen Instrumentarium und den grundlegenden Methoden der Kirchenhistorie einüben sowie die Handhabung und Interpretation verschiedener Quellengattungen vermitteln. Daneben werden im Seminar Materialien zur praktischen Anwendung im Schulunterricht und in der Gemeindearbeit vorgestellt.

  • Was ist Kirche? Klassische Entwürfe der Theologiegeschichte
    Wintersemester 2014/15
    Übung im Fach Kirchengeschichte (zweistündig)

    Beschreibung:
    Das blinde, undeutliche Wort »Kirche« (Martin Luther, Johannes Heckel) gehört zu den Grundbegriffen des Christentums und wurde in allen Epochen der Kirchengeschichte intensiv diskutiert. Anhand des Kirchenbegriffs lassen sich geradezu Eigentümlichkeiten und Charaktermerkmale einer bestimmten Epoche exemplarisch ablesen. Daher sollen in der Übung neben der klassischen Kirchendefinition in CA7 die ekklesiologischen Entwürfe von Philipp Jacob Spener (Pietismus), Immanuel Kant (Aufklärung), Friedrich Schleiermacher (Romantik) und Ernst Troeltsch (Liberale Theologie) untersucht werden, um vor diesem Hintergrund die Gefahren, Chancen und Herausforderungen für die Kirche in der Gegenwart zu betrachten. Nebenbei werden Materialien zur praktischen Anwendung der Themen im Schulunterricht und in der Gemeindearbeit vorgestellt.

  • Luther und die Obrigkeit
    Sommersemester 2014
    Übung im Fach Kirchengeschichte (zweitstündig)

    Beschreibung
    Aus Anlass des Themenjahres 2014 »Reformation und Politik« im Rahmen der Lutherdekade soll die politische Ethik Luthers im Zent-rum der Betrachtung stehen. Untersucht werden Luthers sogenannte Zwei-Reiche-Lehre und seine Drei-Stände-Lehre, sowie sein Staatsverständnis, seine Naturrechtstheorie und sein Kirchen- und Amtsverständnis. Neben anderen Schriften wird Luthers Traktat »Von weltlicher Obrigkeit, wie weit man ihr Gehorsam schuldig sei« aus dem Jahr 1523 gelesen. Die Übung kann als Vertiefung der Vorlesung von Prof. Spehr „Luther – Gottesmann oder Teufelskerl“ angesehen werden. Materialien zur praktischen Anwendung der Themen im Schulunterricht und in der Gemeindearbeit werden in der Übung vorgestellt.

  • Toleranz und Religion
    Wintersemester 2013/14
    Übung im Fach Kirchengeschichte (zweistündig)

    Beschreibung
    Die Geschichte der Toleranz beginnt mit der Duldung religiöser Minderheiten durch die Obrigkeit. Doch bis in die Gegenwart hinein ist die Frage umstritten, ob das Christentum die Durchsetzung des Toleranzideals eher gehemmt oder maßgeblich geprägt und gefördert hat. Toleranz setzt das geduldige Ertragen einer anderen Meinung voraus. Doch wie weit darf die Toleranz gehen, wenn es um Glaubensfragen geht? Passend zum Themenjahr der Lutherdekade »Reformation und Toleranz« sollen Autoren aus verschiedenen Jahrhunderten gelesen werden, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben (Martin Luther, John Locke, Friedrich Schleiermacher, Paul Ricœur). Die Lektüreübung gilt als Vertiefung der Tagung »Toleranz und Wahrheit«, die vom 16. bis 18. Oktober in Wörlitz stattfindet und vom Lehrstuhl für Kirchengeschichte organisiert wird. Die Übung wird auch auf praktische Anwendungen im Schulunterricht und in der Gemeindearbeit eingehen.

  • Haupttypen der Soteriologie
    Sommersemester 2013
    Im Fach Systematische Theologie im Rahmen des Grundkurses Dogmatik von Prof. Miriam Rose

    Beschreibung
    Nach einer Einordnung der Soteriologie in den Aufbau einer Dogmatik sollen ausgewählte Texte von Anselm von Canterbury, Martin Luther, Friedrich Hegel, Friedrich Schleiermacher und Leonardo Boff untersucht werden, um die soteriologischen Haupttypen (Satisfaktion, Rechtfertigung, Versöhnung, Erlösung und Befreiung) zu ermitteln.

  • Luthers Reformationsschriften aus dem Jahr 1520
    Wintersemester 2012/2013
    Proseminar im Fach Systematische Theologie (zwei parallele Kurse, zweistündig)

    Beschreibung
    Das Jahr 1520 gilt als Luthers »Wunderjahr« (Thomas Kaufmann). In Vorahnung auf den päpstlichen Bann verfasste Luther in diesem Zeitraum fünf seiner wichtigsten Schriften: 1. »Von den guten Werken« (Febr./März), 2. »Von dem Papsttum zu Rom« (Mai/Juni), 3. »An den christlichen Adel deutscher Nation (Juni 1520)«, 4. »Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche« (August) und 5. »Von der Freiheit eines Christenmenschen« (Oktober). Die Lektüre und Interpretation jener kurzen – jedoch gehaltreichen – Schriften bietet eine Einführung in Luthers Denken. Das Seminar geht auf praktische Anwendungen im Schulunterricht und in der Gemeindearbeit ein.

Mitgliedschaften

  • Tagung der Zeitschrift für evangelisches Kirchenrecht
  • Luther-Gesellschaft e. V.